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Handball

Deutsche Handballer bestehen Generalprobe

Mit Rückenwind nach Frankreich: Die Handball-Europameister aus Deutschland wirken gewappnet für die WM im Nachbarland. Beim letzten Test deklassiert das Sigurdsson-Team Österreich und überzeugt vor allem offensiv.

WM-Generalprobe bestanden: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat den letzten Test vor der WM in Frankreich souverän bestanden: Mit 33:16 (17:11) gewann Deutschland klar und verdient gegen Österreich. Die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson präsentierte sich vier Tage vor dem deutschen WM-Auftaktspiel gegen Ungarn in bärenstarker Verfassung.

Ein Fingerzeig in Richtung Konkurrenz

Beim klaren Sieg gegen Österreich traten die Auswahlspieler des Deutschen Handball Bundes (DHB) mit reichlich Selbstvertrauen auf und unterstrichen damit ihre Medaillenambitionen in Frankreich. Auffälligster Spieler beim überzeugenden Europameister war einmal mehr Andreas Wolff. Der Keeper des THW Kiel fischte fast jeden zweiten Wurf des Gegners von der Torlinie.

Nach einer eher fahrigen Anfangsphase, in der Österreich mit 6:4 in Führung ging, fing sich die deutsche Mannschaft. Trotz zahlreicher Wechsel in unterschiedlichsten Konstellationen wirkte das Team gut eingespielt und variabel. In dieser Form gehört Deutschland in Frankreich zu den Titel-Kandidaten, auch wenn Gegner Österreich noch kein echter Prüfstein war. Bei der Abfahrt am kommenden Mittwoch ins nordfranzösische Rouen ist dann wohl auch Kapitän Uwe Gensheimer wieder dabei, er fehlte aufgrund des unerwarteten Todes seines Vaters.

Noch ist ein Platz im Kader frei

Die Augen der 4300 Zuschauer in der ausverkauften Rothenbach-Halle waren ohnehin vor allem auf Rückkehrer Holger Glandorf gerichtet. Der Weltmeister von 2007 war erst am Nachmittag von Sigurdsson offiziell nominiert worden und zeigte sich bei seinem ersten Länderspiel seit über zweieinhalb Jahren sofort in WM-Form. Er erzielte fünf Treffer.

Ob der Linkshänder auch bei der WM zum Einsatz kommen wird, ist noch offen. "Es geht darum, dass er nicht ganz aus der kalten Hose heraus mit dieser Nationalmannschaft spielt, wenn man ihn aufgrund der Verletzungssorgen braucht", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. Gut möglich, dass Sigurdsson Routinier Glandorf im Laufe des Turniers einfliegen lässt. Denn nachdem der Bundestrainer am Montagnachmittag die beiden Rückraumspieler Philipp Weber und Jens Schöngarth sowie Kreisläufer Erik Schmidt aussortiert hat, ist im deutschen Kader plötzlich ein Platz frei.

jw/sti (dpa, sid)

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