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Berlin hilft Mazedonien

15. April 2010

Ein Nationalpark in Südwestmazedonien soll als erster im Lande systematisch touristisch erschlossen werden. Dafür gibt es Unterstützung aus Deutschland in Millionenhöhe, weil sich der Park danach von allein tragen soll.

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Waldweg im Nationalpark Galicica (Foto: DW)
Galicica soll bald aufblühenBild: DW

Mehrere Jahre lang hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) das wirtschaftliche und touristischen Potenzials der Bergregion zwischen Prespa- und Ohridsee begutachtet. Am Ende stand der Beschluß, den dort liegenden Nationalpark "Galicica" zu fördern und die Betreiber bei der Schaffung eines neuen Images zu unterstützen. Das Naturschutzgebiet soll nun die selben Schutzstandards erreichen, wie andere Nationalparks in Europa. Gleichzeitig sollen die Menschen in der Region durch die Entwicklung eines behutsamen Tourismus eine Perspektive bekommen, sagt der Direktor des Nationalparks Zoran Angeloski.

Erweiterte Einkommensquelle

Radtour im Galicica Nationalpark (Foto: DW)
Radtour demnächst auf mehr WegenBild: DW

Der Kredit in Höhe von 1.5 Millionen Euro soll Angeloski zufolge vorrangig für den Ausbau von Wander- und Fahrradwegen in einer Gesamtlänge von 300 Kilometern verwendet werden. Des Weiteren wolle der deutsche Kreditgeber bei den Beschäftigten im Nationalpark in den kommenden drei Jahren die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie den Betrieb selbständig und nachhaltig führen und weiterentwickeln. "Ein Teil der Mittel wird in Infrastrukturprojekte investiert, die sicherstellen werden, dass der Park Einnahmen über die Forstwirtschaft hinaus erhält, z. B. aus dem Tourismus oder von Parkgebühren", erläutert Angeloski.

Für die Erweiterung des Tätigkeitsfeldes sprächen auch Veranstaltungen, die seit kurzem im Nationalpark Galicica stattfinden. Wie im vergangenen Jahr die Weltmeisterschaft im Paragliding oder Radrennen.

Mehr Werbung gefordert

Paraglider über dem Nationalpark Galicica mit Blick auf den Ohrider See (Foto: DW)
Paragliding hoch über dem Ohrid SeeBild: DW

Constanze Schaaf, Beraterin aus Hamburg, erklärt, dass die ersten Ausgaben, dazu dienen sollen, die touristischen Angebote des Nationalparks zu verbessern und die dortigen Anlagen zu modernisieren. Sie habe bereits drei Mal den Nationalpark Galicica und den Ohrid-See besucht, der als ein touristischer Anziehungspunkt auf dem Balkan gelte. "Ohrid ist sehr bekannt, nicht nur auf dem Balkan, sondern auch in Europa, viele Menschen in Deutschland kennen ihn", sagt Schaaf. Sie wünscht sich aber, dass dieses Gebiet noch bekannter wird: "Das, was fehlt, ist Werbung für diesen Nationalpark. Denn davon werden alle profitieren, aber am meisten die Anrainer am Nationalpark." Der Galicica Nationalpark ist der erste Park in Mazedonien, der mit einem Entwicklungsplan systematisch gefördert wird.

Autoren: Milco Jovanovski / Mirjana Dikic

Redaktion: Fabian Schmidt