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Sport

Deutsche gehen im Einzel leer aus

Die deutschen Biathleten können bei der Weltmeisterschaft in Kontiolahti im Einzel keine Medaille ergattern. Simon Schempp belegt als bester DSV-Skijäger Rang acht. Ein Franzose verteidigt seinen WM-Titel.

Verfolgungs-Weltmeister Erik Lesser und Goldhoffnung Simon Schempp haben bei der Biathlon-WM in Kontiolahti im Einzel eine Medaille verpasst. Vier Tage nach seinem Gold-Coup reichte es für Lesser (eine Strafminute) im Klassiker über 20 km nur zu Platz 18. Schempp, der zweimal daneben schoss, verpasste das Podest als Achter ebenfalls klar, war aber der beste deutsche Teilnehmer. Seinen ersten Sieg in Finnland feierte der Gesamtweltcup-Führende Martin Fourcade. Der Einzel-Olympiasieger aus Frankreich verteidigte seinen WM-Titel trotz einer Strafminute erfolgreich vor dem Norweger Emil Hegle Svendsen (+20,9 Sekunden zurück). Bronze ging an den Tschechen Ondrej Moravec (+40,5).

Letzter Triumph 16 Jahre her

"Es war ein ganz wichtiges Rennen für mich. Ich bin mit wenig Selbstbewusstsein in das Rennen gegangen", sagte Schempp in der ARD. Er hatte nach einem schwachen Sprint die Verfolgung verpasst, mit dem Einzel "bin ich aber wirklich sehr zufrieden. Aber man braucht ein Super-Ergebnis, um ganz vorne anzugreifen." Eine gute Leistung zeigte Daniel Böhm, der auf den elften Platz lief. Für den ehemaligen Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer reichte es vor allem wegen zwei Fehlern beim letzten Schießen nur zu einem 22. Platz. Der letzte deutsche WM-Sieg im Einzel liegt bereits 16 Jahre zurück - 1999 triumphierte Sven Fischer in Kontiolahti.

Jetzt wollen die deutschen Männer am Samstag in der Staffel wieder auf das Podium. "Wir sind Mininum ein Medaillenkandidat. Gold könnte schon drin sein", sagte Lesser.
Zuvor wollen am Freitag Franziska Hildebrand, Franziska Preuß, Vanessa Hinz und Laura Dahlmeier in der Staffel eine WM-Medaille gewinnen. Nach zwei Saisonsiegen gehören sie zu den Mitfavoritinnen.