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Fußball

Deutsche Frauen ziehen ins EM-Halbfinale ein

Die deutschen Fußball-Frauen stehen nach einem knappen Sieg gegen Italien in der Runde der letzten Vier der Europameisterschaft in Schweden. Dort treffen sie auf die Gastgeberinnen.

Dei deutschen Fußball-Frauen jubeln. (Foto: Carmen Jaspersen/dpa)

Deutschland steht im Halbfinale

Eine glückliche Bundestrainerin, ein zufriedener DFB-Präsident und eine strahlende Matchwinnerin - die deutschen Fußball-Frauen haben ihr Minimalziel erreicht, das Halbfinale der Europameisterschaft in Schweden. Im Viertelfinale schlugen sie Italien nach hartem Kampf mit 1:0 (1:0). "Ich bin total stolz auf die Mannschaft", sagte Bundestrainerin Silvia Neid. "Und ich bin froh, wieder zu den besten vier Mannschaften Europas zu gehören."

Unter den Augen von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, Ex-Präsident Theo Zwanziger und DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock begannen die deutschen Frauen engagiert, vor allem in den Zweikämpfen gegen die für ihre harte Gangart berühmten Italienerinnen. Beim ersten Freistoß der Italienerinnen hatte Torhüterin Nadine Angerer, geblendet von der tief stehenden Sonne, Glück, dass ihre Verteidigerin Saskia Bartusiak den Ball nur auf die Querlatte verlängerte. Auch die Deutschen erarbeiteten sich ihre erste Chance nach einem Freistoß. Anja Mittag, die neu in die Startformation gerückt war, setzte den Ball aber neben das Tor.

Mit Schwung ins Halbfinale

Auf insgesamt drei Positionen hatte Bundestrainerin Silvia Neid ihre Startelf verändert: Luisa Wensing, Melanie Leupolz und überraschend auch Deutschlands Nummer zehn Dzsenifer Marozsan mussten weichen. Dafür rückten neben Mittag noch Jennifer Cramer und Lena Goeßling in das Team. Bei hochsommerlichen Temperaturen im schwedischen Växjö wurde die Partie immer kampfbetonter, mit leichten Vorteilen für die Deutschen, die in der 26. Minute mit der Führung belohnt wurden: Nach einer Ecke brachte Simone Laudehr den Ball aus dem Hinterhalt auf das Tor, er wurde noch einmal abgefälscht und rollte dann zum 1:0 über die Linie. Die Führung gab den Deutschen spürbar Rückenwind. Sie gaben keinen Ball mehr verloren, leisteten sich jedoch wie zuletzt gegen Norwegen einige Flüchtigkeitsfehler.

Mit dem 1:0 im Rücken erspielte sich die deutsche Elf das Selbstvertrauen zurück, das sie bei der Pleite gegen Norwegen verloren hatten. Sie dominierten die Partie, setzten nach, gaben keinen Ball verloren. Kurz vor dem Schlusspfiff hatten sie noch einmal die Gelegenheit, die Partie endgültig zu entscheiden. Doch zunächst scheiterte die eingewechselte Marozsan mit ihrem Freistoß an der Latte, den Nachschuss setzte Nadine Keßler aus kurzer Distanz über das Tor. So blieb es beim knappen 1:0, das jedoch von den Fans und der gesamten Mannschaft frenetisch gefeiert wurde.

Favorit Schweden erster Halbfinalist

Schwedens Torjägerin Lotta Schelin jubelt. (Foto: EPA/BJORN LINDGREN)

Schwedens Torjägerin Lotta Schelin (r.) traf gegen Island doppelt

Im Halbfinale in Göteborg am Mittwoch (20:30 Uhr MESZ) wartet dann ein harter Brocken auf die deutsche Elf: Gastgeber Schweden, der sich mit einem eindrucksvollen 4:0 (3:0)-Viertelfinalsieg gegen Island in die vorletzte Turnierrunde spielte. Deutschlands Vorrundengegnerinnen, die auch gegen die Neid-Elf beim 0:3 keine Chance hatten, gingen im schwedischen Halmstadt regelrecht unter. Die Isländerinnen hatten sich erstmals in die K.o.-Phase der Europameisterschaft gespielt. "Schweden ist Topfavorit hier. Wir müssen erstmal schauen, dass wir regenerieren", sagte Bundestrainerin Neid.

Um die zwei noch offenen Plätze für das zweite Halbfinale spielen am Montag (22.07.2013) in Kalmar Norwegen gegen Spanien (18 Uhr MESZ) und in Linköping Frankreich gegen Dänemark (20.45 Uhr MESZ). Dänemark war als einer der beiden besten Drittplatzierten in das Viertelfinale eingezogen, nachdem es einen in der EM-Historie bisher einmaligen Losentscheid gegen die punktgleichen Russinnen gewonnen hatte.

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