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ifo-Geschäftsklima

Deutsche Firmenchefs sind optimistisch

Trotz Trump-Wahl und Brexit: Die Stimmung unter deutschen Unternehmern ist so gut wie seit fast sechs Jahren nicht mehr. Das signalisiert der Geschäftsklimaindex des ifo-Instituts für den Monat Februar.

Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich wieder verbessert. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Februar von 109,9  auf 111,0 Punkte. Die aktuelle Lage beurteilten die Unternehmer zuletzt im August 2011 so gut. Auch der Optimismus mit Blick auf die kommenden Monate nahm wieder zu. Nach verhaltenem Jahresauftakt befindet sich die deutsche Wirtschaft wieder auf gutem Kurs.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index gestiegen. Die Industriefirmen waren deutlich zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Auch der Ausblick verbesserte sich nach dem Dämpfer im Januar wieder leicht. Die Nachfrage und der Auftragsbestand zogen merklich an. Wichtige Treiber für die positive Entwicklung in diesem Monat waren vor allem die Nahrungsmittelhersteller sowie Unternehmen aus dem Maschinenbau und der Elektrotechnik.

Stimmung in den Branchen unterschiedlich

Im Großhandel hat sich das Geschäftsklima wieder verbessert. Die Einschätzung zur aktuellen Lage und die Erwartungen zogen deutlich an. Im Einzelhandel hingegen sank der Index. Die Einzelhändler beurteilten ihre Geschäftslage weniger gut. Der Ausblick auf die kommenden Monate verbesserte sich zwar, bleibt aber weiterhin zurückhaltend.

Im Bauhauptgewerbe verschlechterte sich das Geschäftsklima auf hohem Niveau. Zwei Drittel der Baufirmen berichteten von Beeinträchtigungen durch das Wetter im Februar. Die sehr guten Urteile zur Lage wurden etwas zurückgenommen. Auch der Ausblick auf die kommenden Monate ist weniger optimistisch.

Auch Bundesbank ist optimistisch

Optimistisch hatte sich die deutsche Bundesbank in ihrem jüngsten Monatsbericht zu den Aussichten für die deutsche Konjunktur geäußert. "Das Wachstum der deutschen Wirtschaft dürfte sich im ersten Jahresviertel 2017 weiter verstärken", glauben die Frankfurter Währungshüter. Kräftige Impulse seien durch den sehr dynamischen Auftragszufluss in der Industrie zu erwarten. Dies dürfte sich auch in den Ausfuhren niederschlagen. Darauf wiesen die optimistischen Exporterwartungen der Unternehmen hin.

Die ausgesprochen lebhafte Baukonjunktur dürfte sich im ersten Vierteljahr ebenfalls fortsetzen, sofern ungünstige Witterungsbedingungen sie nicht stark beeinträchtigen. Schließlich sprächen die anhaltende Verbesserung der Bedingungen am Arbeitsmarkt, die günstigen Einkommensaussichten der Arbeitnehmer sowie das gute Konsumklima für eine Fortsetzung der lebhaften Konsumkonjunktur, auch wenn eine höhere Teuerungsrate den Ausgabenspielraum der Verbraucher einengen würde.

wen/hb (dpa)