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Afrika

Deutsche entgehen Entführung in Somalia

Zwei deutsche Journalisten sind in Somalia knapp einer Entführung entgangen. Bewaffnete Männer hätten versucht, das Flugzeug mit den beiden Deutschen in ihre Gewalt zu bringen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Ein Fischer an der somalischen Küste (Foto: AP)

Immer wieder werden in Puntland Journalisten entführt

Die Maschine mit rund 30 Passagieren an Bord war von Puntland - einem halbautonomen Teilstaat im Norden Somalias - unterwegs nach Dschibuti. Insgesamt waren 30 Passagiere an Bord; offenbar hatten es die beiden Täter aber auf die zwei deutschen Journalisten abgesehen.

Kurz nach dem Start in Bosasso hätten die beiden Täter versucht, ins Cockpit einzudringen; sie wollten eine Landung in der Stadt Las Qoray erzwingen, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Den russischen Piloten sei es jedoch gelungen, die Türen zu schließen; sie hätten die Anweisungen der um sich schiessenden Entführer ignoriert und seien auf den Flughafen von Bosasso zurückgekehrt. Dort hätten Sicherheitskräfte die Türen des Flugzeugs geöffnet und die Männer überwältigt.

Gefährliches Land für Berichterstatter

Somalische Soldaten (Foto: AP)

Somalische Piraten in Bosasso

Nach Informationen des somalischen Rundfunksenders Radio Garowe sollen die beiden Entführer Verbindungen zu der radikalislamischen Miliz Al Shabaab haben. Sowohl Milizen als auch kriminelle Gruppen haben in der Vergangenheit wiederholt gezielt Ausländer in der Region entführt. Seit mehr als einem Jahr befinden sich eine kanadische Journalistin und ein australischer Fotograf, die in Puntland über die vor allem dort ansässigen Piraten recherchieren wollten, in der Gewalt von Entführern.

Auch die beiden deutschen Journalisten hatten in Puntland über Piraten recherchiert. Diese bringen vor der ostafrikanischen Küste immer wieder Schiffe mit ihren Besatzungen in ihre Gewalt, um Lösegeld in Millionenhöhe zu erpressen.

Autorin: Klaudia Pape (epd/dpa/ap)

Redaktion: Christine Harjes