1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wirtschaft

Deutsche Ein- und Ausfuhren auf Rekordstand

Für den deutschen Außenhandel war 2014 ein Rekordjahr: Sowohl die Ausfuhren als auch die Einfuhren waren im vergangenen Jahr so hoch wie noch nie.

Die deutschen Exporteure haben 2014 ungeachtet der zahlreichen internationalen Krisen einen Umsatzrekord geschafft. Sie nahmen im Ausland 1133,6 Milliarden Euro ein und damit 3,7 Prozent mehr als 2013, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.

Die Einfuhren legten um 2,0 Prozent auf 915,6 Milliarden Euro zu. "Die Exporte und Importe übertrafen damit die bisherigen Höchstwerte vom Jahr 2012", erklärte ein Statistiker.

Besonders gut liefen die Geschäfte mit den nicht zur Euro-Zone gehörenden EU-Ländern wie Großbritannien und Polen. Die Warenexporte dorthin zogen um 10,2 Prozent an.

Die Nachfrage aus Staaten außerhalb der Europäischen Union - wozu die beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China zählen - wuchsen hingegen nur um 1,5 Prozent. Die Ausfuhren in die Euro-Zone legten um 2,7 Prozent zu.

Schwaches Russland-Geschäft

Ein besseres Ergebnis verhinderten die vielen Krisen, von Nahost über die Ebola-Epidemie in Afrika bis hin zum Ukraine-Konflikt. Letzterer drückte die Ausfuhren nach Russland um etwa ein Fünftel nach unten.

Die Exporteure rechnen für 2015 mit einem schneller wachsenden Geschäft. Die Ausfuhren dürften dann um vier Prozent auf den Rekordwert von rund 1172 Milliarden Euro zulegen, erwartet der Branchenverband BGA.

Die Handelsbilanz - die Differenz zwischen Aus- und Einfuhren - wies 2014 einen Rekordüberschuss von 217 Milliarden Euro aus. Deutschland hat nach Berechnungen des Ifo-Instituts den weltweit höchsten Exportüberschuss, mehr als die zweit- und drittplatzierten China und Saudi-Arabien zusammen.

Die Exportabhängigkeit Deutschlands stößt international auf Kritik.

bea/cr (rtr, dpa)

Die Redaktion empfiehlt