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Aktuell Afrika

Deutsche Ebola-Helfer brauchen noch länger

An der Bereitschaft mangelt es nicht: Tausende Deutsche haben sich zum Kampf gegen Ebola gemeldet. Bis sie in den betroffenen Staaten sind, kann es dauern. Hilfsorganisationen mahnen indes zur Eile.

Bis zu einem umfassenden Einsatz deutscher Helfer in Westafrika, wo das tödliche Ebola-Virus wütet, werden noch mehrere Wochen vergehen. Wegen der notwendigen Vorbereitungen sei nicht garantiert, dass die Freiwilligen bereits im Oktober Hilfe leisten können, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in Berlin.

Dabei fehlt es nicht an der Einsatzbereitschaft: Nach einem Aufruf von Ministerin Ursula von der Leyen hatten bereits bis Donnerstag rund 4500 Soldaten und Zivilisten ihre Bereitschaft bekundet, in der Krisenregion zu helfen. Darunter sind Ärzte, Techniker und Logistiker.

Task Force Ebola in Rheinland-Pfalz

In Koblenz, dem Sitz des Kommandos Sanitätsdienst, bereitet eine Arbeitsgruppe den Einsatz der deutschen Freiwilligen vor. "Wir werden voraussichtlich in vier Wochen die ersten unten haben", sagte ein Sprecher. Die Ausbildung der Helfer soll nach Angaben des Verteidigungsministeriums am Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg stattfinden.

Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" fordert von der Bundesregierung schnelles Handeln in der Krisenregion. "Die medizinische Infrastruktur ist zusammengebrochen", sagte der Vorstandsvorsitzende der deutschen Sektion, Tankred Stöbe, dem RBB-Inforadio. Es gehe um Stunden und Tage.

Labormitarbeiter im Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg (Foto: dpa)

Fieberhafte Suche nach Therapien

Innovativer Ansatz

Bei den Behandlungsmöglichkeiten von Ebola

keimt unterdessen neue Hoffnung

. Die Behandlung von Ebola-Kranken mit Blut von genesenen Patienten könnte nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine vielversprechende Therapie gegen die Seuche sein.

Die WHO hofft zudem auf einen einsatzfähigen Impfstoff ab Anfang 2015. Derzeit konzentriere man sich auf zwei Substanzen, die in klinischen Tests auf ihre Wirksamkeit geprüft würden. Massenimpfungen seien wegen der begrenzten Vorräte aber zunächst nicht möglich.

IWF beschließt Millionenhilfe

Der Internationale Währungsfonds (IWF) unterstützt die von der Ebola-Epidemie betroffenen Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone mit 130 Millionen Dollar (102 Millionen Euro). Der IWF-Exekutivrat stimmte der Freigabe der Gelder zu. Die Finanzhilfen sollen sofort zur Verfügung stehen.

Die Zahl der registrierten Ebola-Toten stieg inzwischen auf mehr als 3000. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben bislang 3091 Menschen an der Seuche. Die Zahl der registrierten Infizierten sei auf über 6500 gewachsen.

jj/wl (dpa, rtr)