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Sport

Deutsche dynamisch, Holländer hoffen

Griechenland, Tschechien oder doch das Turnier-Aus? Wie es für Löws DFB-Elf weitergeht, entscheidet sich gegen Dänemark. Außerdem hoffen die Niederlande am letzten Spieltag in Gruppe B auf ein Wunder gegen Portugal.

"Es wird ein kniffliges Spiel", mahnt Bundestrainer Joachim Löw vor dem entscheidenden Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Dänemark. Löw fordert volle Konzentration von seinen Profis, nach den beiden Auftakterfolgen hat er den Gruppensieg als Ziel ausgegeben. Als Erster der Gruppe B könnte die deutsche Mannschaft am kommenden Freitag im Viertelfinale quasi ein Heimspiel nahe ihrem EM-Quartier in Danzig austragen. Gegner wären die Griechen, gegen die es in der gesamten DFB-Geschichte noch keine Niederlage gegeben hat.

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Deutschland will Gruppensieg

Als Gruppenzweiter würde die DFB-Auswahl bereits am Donnerstag in Warschau auf die Tschechen treffen. "Der Gegner ist uns egal. Wenn man weit im Turnier kommen will, muss man gegen jeden gewinnen", meint der für die Partie gesperrte Abwehrspieler Jérome Boateng. Ihn wird entweder Lars Bender, für den die Rechtsverteidiger-Position Neuland wäre, oder Benedikt Höwedes, der dort bereits Erfahrung gesammelt hat, ersetzen. Löw will zudem keine Stammkräfte schonen: "Das werde ich in einer Partie, in der es um sehr viel geht, nicht tun."

Philipp Lahm nimmt Mario Gomez' Kopf in beide Hände (Foto: REUTERS)

Löw über Gomez (r.): "Er hat einen sehr guten Lauf"

Holland hofft auf das Wunder von Charkow

Wir müssen alles oder nichts spielen", sagt Hollands Mittelfeldregisseur Wesley Sneijder vor der Partie gegen Portugal in Charkow. Es wäre ein kleines Wunder, für das selbst Bert van Marwijk, der niederländische Fußball-Nationaltrainer, über seinen Schatten springt. Nach zwei Niederlagen und viel Kritik aus der Heimat deutete er an, im Sturm Bundesliga-Torschützenkönig Klaas-Jan Huntelaar zusammen mit Robin van Persie aufzustellen. "Wir müssen uns gegen die Portugiesen schon etwas überlegen, um unsere Chance noch zu nutzen, wenn die Deutschen gewinnen", unterstrich der Bondscoach.

Die Ausgangslage für die Niederländer ist schwierig. Sie kommen nur weiter, wenn sie Portugal mit mindestens zwei Toren Unterschied schlagen und Deutschland zeitgleich gegen Dänemark gewinnt. Gelingt das nicht, bedeutet es das erste EM-Vorrunden-Aus einer Elftal seit 32 Jahren.

Klaas-Jan Huntelaar im Oranje-Trikot (Foto: picture-alliance/dpa)

Huntelaar darf auf Einsatz neben van Persie hoffen

Viel Wind um Ronaldo

Portugal kann vor der entscheidenden Partie auf eine positive Bilanz gegen die Niederlande verweisen. Von zehn Duellen ging nur eine Partie verloren - in der Qualifikation zur EM 1992 in Schweden. "Wir wollen das Spiel gegen Holland gewinnen und in die nächste Runde einziehen. Dann schauen wir weiter", sagt Mittelfeld-Renner Joao Moutinho über die gute Ausgangsposition der Portugiesen.

Bei den Fans und den Medien in Portugal wird vor allem die Form von Superstar Cristiano Ronaldo heiß diskutiert. Beim 3:2-Sieg gegen Dänemark hatte der Torjäger zwei absolute Großchancen ausgelassen. "Wenn ich keine Tore schieße und das Team gewinnt, dann bin ich voll zufrieden", gab Ronaldo zu Protokoll und versucht so, seinen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Unterstützung bekommt er von ungeahnter Stelle: "Er kann nicht immer glänzen. Ein Team besteht aus elf Spielern", sagte Manuel Morujão, der Sprecher der portugiesischen Bischofskonferenz.

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