1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wirtschaft

Deutsche Chemie-Industrie wächst langsam

Die maue Konjunktur in Europa stimmt die Chemieindustrie für das kommende Jahr vorsichtig. Nach mageren Zuwächsen bei Produktion und Umsatz im laufenden Jahr erwartet die Branche auch 2015 keine großen Sprünge.

Die deutsche Chemie-Industrie wächst weiterhin stetig, aber langsam. Das fünfte Jahr in Folge kann der Verband der Chemischen Industrie (VCI) einen Umsatzrekord vermelden. Er erwartet auch für 2015 einen Anstieg der Erlöse um rund 1,5 Prozent. 2014 hat das starke Schlussquartal das Umsatzplus noch auf 1,5 Prozent gezogen, wie der Verband in Frankfurt berichtete.

Langsames Wachtum 2015 erwartet

Der Umsatz kletterte auf den Rekordwert von 193,6 Milliarden Euro. Dabei hat sich das Inlandsgeschäft mit einer Steigerung von zwei Prozent besser entwickelt als das mit den ausländischen Kunden. Besonders kräftig zeigte sich die Pharma-Sparte mit 5,5 Prozent Produktionszuwachs, während die Grundstoff-Chemie schrumpfte.

Aktuell beschäftigt die gesamte Industrie nach VCI-Angaben 442.500 Mitarbeiter und damit ein Prozent mehr als vor einem Jahr. Ihre Hoffnungen für das kommende Jahr setzt die Chemiebranche auf die wirtschaftliche Stabilisierung der Eurozone und weiterhin gute Geschäfte mit Abnehmern in den USA. Erwartet werden 196,5 Milliarden Euro Umsatz. Knapp drei Viertel des Geschäfts konzentriert sich auf Europa einschließlich Deutschland. Vom niedrigen Ölpreis habe man wegen des ungünstigen Euro-Kurses nur wenig profitiert.

Branche klagt über die Last der Energiewende

VCI-Präsident Marijn Dekkers forderte angesichts schrumpfender Weltmarktanteile und stagnierender Investitionen politische Reformen in den Feldern Bildung und Energie. Er verlangte eine Entlastung der Unternehmen von den Kosten der Energiewende. Nur gut 140 von 2000 Firmen erhielten aktuell Entlastungen, so dass die Branche 2014 fast eine Milliarde Euro an EEG-Umlage zahle. Die Energiewende solle stattdessen über den Bundeshaushalt finanziert werden.

zdh/cr (rtr, dpa)