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Wirtschaft

Deutsche Bank zieht sich aus Iran-Geschäft zurück

Die Deutsche Bank zieht sich wegen zu hoher Kosten und unter politischem Druck aus dem Iran-Geschäft zurück. Man habe etlichen Kunden aus dem Iran die Geschäftsverbindung aus übergeordneten geschäftspolitischen Gründen gekündigt, sagte eine Bankensprecherin am Samstag und bestätigte damit in Teilen einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel". "Dabei geht es aber nicht um Exil-Iraner, sondern nur um Iraner, die im Iran leben", sagte die Sprecherin. Gemessen an den acht Millionen Privatkunden der Deutschen Bank handle es sich um eine "geringe Zahl" von Betroffenen. Als Grund nannte die Sprecherin die hohen Verwaltungskosten, die wegen der politischen Auflagen entstanden seien.

Der "Spiegel" hatte zudem berichtete, die Deutsche Bank werde auf Druck der US-Regierung die Abwicklung von Euro-Geschäften mit Iran einstellen, das heißt den Zahlungsverkehr mit großen Firmenkunden. Das hätten Vertreter des größten deutschen Kreditinstituts dem amerikanischen US-Unterhändler Stuart Levey versprochen, hieß es. Dies wollte die Sprecherin nicht kommentieren. Die Bank verwies darauf, dass das Iran-Geschäft weniger als 0,1 Prozent der Erträge des größten deutschen Bankhauses ausmache.