Deutsche Bank macht 2017 erneut Verlust | Wirtschaft | DW | 05.01.2018
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Wirtschaft

Deutsche Bank macht 2017 erneut Verlust

Die Steuerreform in den USA treibt die Deutsche Bank in die roten Zahlen. Bevor das Geldhaus von den Steuersenkungen profitieren kann, muss es zunächst einmal mehr an das US-Finanzamt überweisen.

Die Deutsche Bank rechnet wegen der US-Steuerreform mit Belastungen in Milliardenhöhe. Im vierten Quartal 2017 werde das Konzernergebnis um 1,5 Milliarden Euro gedrückt, teilte die Bank in Frankfurt mit. Wegen der Belastung erwartet die Bank für das Gesamtjahr 2017 einen geringen Verlust nach Steuern. Auch werde die Kapitaldecke gegen Krisen leicht sinken.

Zudem bereitete das Geldhaus seine Investoren auf ein schwaches viertes Quartal vor. So seien die Schwankungen an den Kapitalmärkten zuletzt gering gewesen, was den wichtigen Handel mit Aktien, Währungen und Anleihen sowie das Finanzierungsgeschäft schwer belaste. Dort dürften die Erträge im vierten Quartal etwa 22 Prozent geringer ausfallen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, erklärte das Institut.

Gesamte Finanzbranche betroffen

Die größte US-Steuerreform seit mehr als 30 Jahren soll Firmen hohe Entlastungen bringen, die Körperschaftssteuer sinkt auf 21 von bisher 35 Prozent. Doch für viele Finanzinstitute führt die Änderung zunächst zu Belastungen: Sie haben während der Finanzkrise milliardenschwere Verluste erlitten, die sie über Jahre geltend machen können und die die Steuerlast drücken. Doch mit dem künftig niedrigeren Steuersatz sinkt der Wert dieser Verlustvorträge, die sie nun abschreiben müssen.

Die vorläufigen Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2017 wird die Deutsche Bank am 2. Februar 2018 veröffentlichen.

tko/sti (rtr, dpa)

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