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Wirtschaft

Deutsche Arbeitslosenzahl sinkt weiter

Die Frühjahrsbelebung hat im Mai die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland unter die Marke von 2,5 Millionen gedrückt. Umgekehrt ist die Zahl der Beschäftigten kräftig gewachsen.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai um 71.000 auf 2,498 Millionen gesunken. Dies war der niedrigste Wert in einem Mai seit dem Jahr 1991. Damit gab es 166.000 Erwerbslose weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 5,6 Prozent.

"Bei guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickelt sich auch der Arbeitsmarkt weiter günstig", sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele. Die Zahl der Beschäftigten sei erneut kräftig gewachsen und die Nachfrage nach Arbeitskräften befinde sich weiter auf sehr hohem Niveau.

Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen ging die Zahl der Arbeitslosen um 9000 zurück. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einer Abnahme von 15.000 gerechnet. Die sogenannte Unterbeschäftigung, die ein umfassenderes Bild als die Arbeitslosenzahl gibt, sank im Vorjahresvergleich laut BA dagegen nicht so stark wie die Arbeitslosigkeit. Das liege daran, dass darin mehr Flüchtlinge in Fördermaßnahmen berücksichtigt seien, hieß es.

Arbeitslosigkeit in Eurozone auf Acht-Jahres-Tief

Auch die Arbeitslosigkeit in der Eurozone sinkt weiter. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat vom Mittwoch betrug die Arbeitslosenquote im April 9,3 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit März 2009. Im Vormonat März hatte sie bei 9,4 Prozent gelegen, im April 2016 bei 10,2 Prozent. In der Europäischen Union wurde mit 7,8 Prozent der niedrigste Stand seit Dezember 2008 erreicht. Nach wie vor weisen die Mitgliedsländer des Euroraums aber sehr unterschiedliche Arbeitslosenquoten auf. Besonders niedrig ist die Arbeitslosigkeit nach den Berechnungsmethoden von Eurostat in Deutschland (3,9 Prozent), Malta (4,1) und den Niederlanden (5,1).

Hohe Werte haben Griechenland (Februar: 23,2), Spanien (17,8) und Zypern (11,6). In Spanien ist die Arbeitslosigkeit binnen Jahresfrist allerdings auch am deutlichsten gefallen. Die Jugendarbeitslosigkeit ging ebenfalls deutlich zurück, indes ist sie mit 18,7 Prozent im Euroraum und 16,7 Prozent in der EU immer noch hoch. Deutschland verzeichnet mit 6,8 Prozent die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit, während Griechenland mit 47,9 Prozent (Februar) den mit Abstand höchsten Wert aufweist.
 

 

zdh/nm/wen (dpa, rtr)