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Wirtschaft

Deutsche Aktien leicht im Minus

Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich am Mittwoch bei ruhigem Handel schwächer. Die guten Vorgaben aus den USA und Fernost hätten die wichtigsten Indizes nicht beflügeln können, sagten Händler in Frankfurt.

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Erholte sich in den letzten Handelsminuten: Die Deutsche Post

Der Deutsche Aktienindex DAX verlor 0,8 Prozent auf 5348 Punkte. Auch am Neuen Markt zeigten die Kursbarometer ins Minus: Der Nemax-50-Index fiel um 0,3 Prozent auf 1020 Zähler.

Marktteilnehmer bezeichneten den Handelsverlauf als "extrem ruhig". Ein Teil der institutionellen Investoren und viele Privatanleger hätten sich bereits ins lange Osterwochenende verabschiedet, hieß es.

Relativ gut im Rennen lagen die Technologiewerte. Die Infineon-Aktie profitierte zunächst von einem Pressebericht, nach dem der Halbleiterkonzern mit dem taiwanesischen Chiphersteller Nanya ein milliardenschweres Gemeinschaftsprojekt starten will. Gegen Abend drehte Infineon jedoch ins Minus. Papiere des Software-Herstellers SAP legten rund ein Prozent zu, ebenso die Aktien von Epcos.

Lange im Minus stand das Papier der Deutschen Post, bevor er sich in den letzten Handelsminuten wieder erholte. Händler führten die anfänglichen Verluste auf Gewinnmitnahmen nach einem starken Anstieg der Aktie seit Ende Februar zurück. Das Papier hat sich seit Ende Februar von 14 auf rund 17 Euro verteuert.

Größer waren die Gewinnmitnahmen beim stärksten Wert des Vortages, der HypoVereinsbank. Das Papier verlor über zwei Prozent.

Fast drei Prozent gaben die Aktien von DaimlerChrysler ab. Händler führten den Verlust auf den Rechtsstreit mit dem früheren Chrysler-Hauptaktionär Kirk Kerkorian in den USA zurück.

Am Neuen Markt litt der Börsendebütant vom Dienstag, der Hamburger Windkraftanlagenbauer Repower, unter Gewinnmitnahmen. Die Aktie verlor zwei Prozent, nach einem Plus von rund sechs Prozent am Vortag.

Zahlen gab es auch am Neuen Markt, unter anderem vom Internet-Broker Consors. Durch die Börsenflaute und die damit verbundene Unlust der Anleger auf Aktien im vergangenen Jahr ist Consors tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Online-Wertpapierhändler fuhr einen Netto-Verlust von 126 Millionen Euro ein. Im Jahr 2000 hatte er noch einen Gewinn von 17 Millionen Euro gemacht. Wegen des schlechten Geschäftsjahres erhalten Aktionäre zudem keine Dividende. Damit fällt auch das letzte potentielle Trostpflaster für die Anleger weg, die im vergangenen Jahr bereits einen Kursverfall von über 80 Prozent verkraften müssen. Am Mittwoch ging es für die Aktie zwei Prozent abwärts.

Am Rentenmarkt zeigte sich der Rentenindex REX mit 0,22 Prozent bei 111,15 Punkten im Plus, während der Bund-Future um 0,1 Prozent auf 105,12 Zähler gewann. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 5,10 Prozent fest, vier Basispunkte unter dem Vortag.

Die Schlußkurse der 30 DAX-Werte (in Euro, ohne Gewähr):

Wertpapier Kurs Veränderung

Adidas-Salomon 82,95 1,20
Allianz 268,95 -4,48
BASF 46,00 -0,80
Bayer 39,05 -0,15
Bay. HypoVereinsbank 41,50 -1,05
BMW 45,10 -0,08
Commerzbank 20,01 -0,26
DaimlerChrysler 51,94 -1,48
Degussa 36,50 -0,61
Deutsche Bank 73,45 -0,35
Deutsche Post 17,29 0,00
Deutsche Telekom 17,26 0,06
E.ON 57,38 -0,62
Epcos 52,40 0,30
Fresenius Medical Care 69,20 -0,81
Henkel 71,05 -0,13
Infineon Technologies 25,80 -0,05
Linde 56,80 0,10
Lufthansa 17,47 -0,13
MAN 28,80 0,33
Metro 38,10 -0,07
MLP 79,33 0,95
Münchener Rück 284,38 -6,62
Preussag 33,92 0,32
RWE 42,60 -0,70
SAP 172,57 1,67
Schering 67,00 -0,19
Siemens 74,40 0,00
ThyssenKrupp 17,94 -0,10
VW 59,65 -0,78

Die Referenzkurse der EZB für einige Devisen. Ein Euro kostet:

0,8746 US-Dollar
115,92 jap. Yen
0,6139 brit. Pfund

  • Datum 28.03.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/22LY
  • Datum 28.03.2002
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