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Wirtschaft

Deutsche Aktien auf Talfahrt

Ohne die Vorgaben aus den USA, wo am Montag nicht gehandelt wurde, fehlt den Frankfurtern für gewöhnlich die Orientierung. Bislang ist das etwas anders, denn die Kurse bewegen sich in eine klare Richtung - nach unten.

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Nacht über Frankfurt

Der DAX verliert 1,5 Prozent auf 4800 Punkte. Am Neuen Markt gibt der gestern so gebeutelte Nemax-50-Index weiter ab, und zwar 3,1 Prozent auf 963 Zähler.

Vorgemacht hatten es die Japaner. In Tokio war der Nikkei-Index 2,4 wieder unter die 10.000er-Marke gerutscht. Der Schlußstand hier: 9847 Zähler, ein Minus von 2,4 Prozent.

In Frankfurt achten die Anleger besonders auf zwei Automobilwerte. Volkswagen wird heute Zahlen vorlegen. Ein Händler sagte, man erwarte sich hiervon zumindest neue Impulse in die eine oder andere Richtung geben. Eine doch bescheidene Hoffnung und ein Zeichen dafür, wie sehr man seine Ansprüche nach unten geschraubt hat. Die VW-Aktie liegt mit fast zwei Prozent im Minus.

Analysten erwarten bei VW vor Steuern ein deutlich besseres Ergebnis, nach Steuern jedoch ein schlechteres als im Vorjahr.

Einen Tag später, am Mittwoch, wird dann auch DaimlerChrysler darüber Bericht erstatten, wie das Geschäftsjahr 2001 so verlaufen ist. Bisher gab das Papier von DaimlerChrysler deutlich nach und war mit einem Minus von über drei Prozent einer der schwächsten Werte im DAX. Das zeigt, dass man sich an der Börse auf unangenehme Neuigkeiten vorbereitet. Marktgerüchten zufolge sollen die Verluste bei der US-Sparte Chrysler höher sein als erwartet.

Zu den schwächsten Werten gehörten auch die Papiere des Touristik-Konzerns Preussag, die fast drei Prozent verloren. Händlern zufolge belastete ein Interview mit Volker Böttcher, dem Chef der Preussag-Tochter TUI, den Wert. Böttcher hatte gesagt, es werde für TUI schwierig, im Jahr 2002 wie geplant mehr als ein bis zwei Prozent zu wachsen.

Der Energieriese E.ON hat heute beim Wirtschaftsministerium um eine Ausnahmeregelung gebeten, die Ruhrgas trotz Wettbewerbs-Bedenken doch noch übernehmen zu dürfen. Eine Entscheidung darüber wird wahrscheinlich im Juni fallen. Nach Ansicht des Konzerns dient der Zusammenschluss mit dem Ferngasversorger der Sicherung der deutschen
Energieversorgung. Verbraucherschützer befürchten Nachteile für die Kunden. An der Börse gab die E.ON-Aktie heute um ein Prozent nach.

Zu den wenigen Gewinnern im DAX zählte die Aktie der Commerzbank, die sich um 1,5 Prozent verteuerte. Am Montag überraschte die Beteiligungsgesellschaft WCM den Markt mit der Aufstockung des Commerzbank-Anteils von einem auf fünfeinhalb Prozent.

Die anderen Bankwerte im DAX verzeichnen dagegen Verluste zwischen zwei und drei Prozent.

Der Euro notiert gegen Mittag mit 0,8686 US-Dollar.

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