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Kultur

Deutsch-türkisches Filmfest ehrt Schygulla

Klein, aber fein: Schon seit 20 Jahren findet in Nürnberg das deutsch-türkische Filmfestival statt. Am Freitagabend startet es mit der Verleihung seiner Ehrenpreise. Mit dabei: die Schauspielerin Hanna Schygulla.

Was vor über zwanzig Jahren als kleines Kinofest begeisterter türkischer Cineasten begann, lockt heute knapp 10.000 Zuschauer nach Nürnberg. Das deutsch-türkische Filmfestival ist inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Eröffnet wird es am Freitagabend (13. März 2015) mit der Verleihung der Ehrenpreise, natürlich an deutsche und türkische Kulturschaffende.

Die deutsche Schauspielerin und Chansonsängerin Hanna Schygulla, der türkische Stand-up-Comedian Sener Sen und der türkische Regisseur Yavuz Turgul werden für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem die deutschen Schauspieler Mario Adorf und Armin Müller-Stahl sowie der deutsch-türkische Regisseur Fatih Akin. Im vergangenen Jahr erhielten der deutsche Filmemacher Edgar Reitz und die türkische Schauspielerin und Politikerin Fatma Girik die Auszeichnung.

Festival will Integration fördern

Deutsch-türkischer Vorzeigeregisseur: Auch Fatih Akin hat den Ehrenpreis schon gewonnen (Foto: dpa)

Deutsch-türkischer Vorzeigeregisseur: Auch Fatih Akin hat den Ehrenpreis schon gewonnen

Auf dem Festival sind bis zum 22. März 2015 38 Filme zu sehen. 20 Spiel- und Kurzfilme nehmen an den beiden Wettbewerben teil. Schauspieler Uwe Kockisch wird die deutsch-türkische Jury leiten. "Die Filme decken ein breites Spektrum an unterschiedlichen sozialkritischen, politischen und gesellschaftlichen Themen ab", erklärte Festivaldirektor Asip Kaya. Eröffnet wird das Festival mit dem Film "Der Bandit" von Yavuz Turgul.

Hauptziel des zehntätigen Kinofestes ist es laut Kaya, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Schließlich sei es für die Integration von Einwanderern "essenziell", sich aufeinander zuzubewegen und auszutauschen. Das scheint heute zu gelingen. Während das 1992 gegründete Filmfest anfangs überwiegend türkische Filme vor einem hautsächlich türkischsprachigen Publikum zeigte, kommen die untertitelten Beiträge heute aus beiden Ländern. Die Hälfte der Zuschauer sind Deutsche ohne Migratonshintergrund.

sd/so (dpa, Deutsch-Türkisches Filmfestival)