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Diplomatie

Deutsch-türkische Annäherung in Antalya

Nach vielen Monaten des Streits mehren sich die Anzeichen für eine Entspannung in den Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei. Die jüngsten positiven Signale kommen aus einem Badeort am Mittelmeer.

Außenminister Sigmar Gabriel zeigte sich nach dem Treffen mit seinem Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu in Antalya an der türkischen Mittelmeerküste zufrieden. "Wir haben jetzt nächste Schritte, wie wir weiter verfahren wollen, wie wir die Gespräche zwischen den Ministerien fortsetzen, welche Themen wir auf die Tagesordnung setzen", sagte der deutsche Außenminister der ARD. "Es ist eben die Aufgabe, in solchen Zeiten erstmal überhaupt wieder in vernünftige Gespräche zu kommen."

Wo Deutsche gerne Urlaub machen

Bei dem Treffen in dem südtürkischen Ferienort sei es auch um "die schwierigen Themen und Erwartungen auf beiden Seiten" gegangen, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Antalya ist ein gerade auch bei deutschen Touristen beliebtes Urlaubsziel. Es ist aber auch der Wahlkreis Cavusoglus. Der 49-jährige Minister aus der AKP-Partei von Präsident Recep Tayyip Erdogan stammt aus dem Küstenort Alanya, 130 Kilometer von Antalya entfernt. Auf Fotos sind die beiden Minister leger gekleidet beim Spaziergang durch einen Park zu sehen.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sind seit Monaten angespannt. Die Bundesregierung kritisiert den Umgang der türkischen Regierung mit ihren Gegnern vor allem seit dem gescheiterten Putsch vom Sommer 2016. Für Konflikte sorgte auch das Verbot von Wahlkampfauftritten türkischer Politiker in Deutschland. Schließlich belasten die Festnahmen mehrerer Deutscher die Beziehungen.

Am Freitag hatte die Bundesregierung die Freilassung einer aus politischen Gründen in der Türkei inhaftierten Deutschen bekannt gegeben. Die Frau, deren Identität auf eigenen Wunsch nicht bekannt gegeben wurde, ist demnach mit einer Ausreisesperre belegt und darf die Türkei bislang nicht verlassen. Neun weitere Deutsche sind in der Türkei weiterhin aus politischen Gründen inhaftiert.

haz/rk (dpa, afp)