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Fokus Südosteuropa

Deutsch-mazedonische Energiekooperation

Mazedonien arbeitet mit dem Bundesland Sachsen-Anhalt im Energiesektor zusammen. Genauer gesagt im Bereich erneuerbare Energien. Ehrgeiziges Ziel ist, 20 Prozent des Stromverbrauchs bis 2020 durch sie zu produzieren.

Rapsfelder und Windpark (Foto: dpa)

Mazedonien setzt auf erneuerbare Energien

Das Bundesland Sachsen-Anhalt nutzt mit einem Anteil von rund 18 Prozent mehr erneuerbaren Energiequellen als alle anderen Bundesländer. Der Großteil des regenerativ erzeugten Stroms kommt aus Windkraft. Die Erfahrungen, die Sachsen-Anhalt mit den erneuerbaren Energien gemacht hat, will es nun an Mazedonien weitergeben. Mazdonien habe das Potenzial, erneuerbare Energiequellen zu nutzen, vor allem Biomasse, Wind- und Wasserkraft, sagt Ralf Bergmann, Umweltexperte aus Sachen-Anhalt.

Deutsche Fachleute beraten ihre mazedonische Kollegen in einem "Gesamtpaket erneuerbare Energien". Dabei geht es um die Technologie, die Planung von Anlagen, die Energieproduktion, Energiesteigerung und -effizienz. Bergmann will einen für Mazedonien geeigneten Energiemix zur Nutzung aller alternativen Quellen erstellen.

Kostspielige Technologie

Wasserrad in Betrieb an einem Fluß (Foto: dpa/ Bildfunk)

Vielversprechende Energiequelle: Wasserkraft

Die über alternative Quellen gewonnene Energie sei zwar anfangs wegen der Investitionskosten teuer, aber der Gewinn sei langfristig betrachtet hoch, erklärt Bergmann. Der Umweltschutz sei dabei nur einer von vielen Vorteilen. Das Land könne von fossilen Energieträgern und von Energieimporten unabhängiger werden. Durch die neuen Technologien entstünden neue Arbeitsplätze.

Während in Deutschland zunehmend alternative Energiequellen genutzt werden, fallen in Mazedonien nur 13 Prozent der produzierten Energiemenge auf erneuerbare Energiequellen - vor allem auf Wasserwerke. Die Energie aus Solaranlagen, Windrädern und Biomassekraftwerken sei teuer, weil die Produktion noch gering sei, behaupten mazedonische Fachleute. Sie raten, die Energieproduktion aus alternativen Energiequellen umsichtig zu erhöhen, weil das Stromnetzwerk in Mazedonien relativ schwach sei und insbesondere beim Einsatz von Windkraftwerken nicht unerhebliche technische Probleme aufträten.

Langfristiger Nutzen

Stecker und Steckdose (Foto: AP)

Bald mehr Strom aus Wasserkraft- und Biomassekraftwerken?

Die Energiestrategie, die das mazedonische Wirtschaftsministerium in Auftrag gegeben hat, sieht dagegen vor, dass bis 2020 20 Prozent der gesamten Stromproduktion aus alternativen Energiequellen bezogen werden sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, seien in den kommenden zehn Jahren Investitionen von rund einer Milliarde Euro erforderlich, heißt es. Eine Investition, die sich laut Bergmann lohnen wird.

Autoren: Goran Petreski / Mirjana Dikic

Redaktion: Julia Kuckelkorn

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