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Deutschlehrer-Info

Deutsch lernen an der VHS

Die Volkshochschulen in Deutschland haben ihr Angebot an Deutsch-Sprachkursen im vergangenen Jahr deutlich vergrößert. Sie boten damit Geflüchteten und Zuwanderern eine Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern.

Für Geflüchtete und Zuwanderer sind gute Deutschkenntnisse existenziell. Um dem gestiegenen Bedarf an Kursen für Deutsch als Fremdsprache Rechnung zu tragen, haben die deutschen Volkshochschulen (VHS) ihr Angebot im Jahr 2016 deutlich erweitert. Wie der Deutsche Volkshochschul-Verband am 5. Dezember 2017 mitteilte, haben 1,1 Millionen Menschen im Jahr 2016 einen DaF-Kurs an einer Volkshochschule besucht. Das sind 274.000 mehr als im Jahr davor. Jede dritte der insgesamt 18 Millionen Kursstunden an den Volkshochschulen war eine Deutschstunde.

Volkshochschulen am Limit

„Volkshochschulen sind für Geflüchtete und Zuwanderer der wichtigste Türöffner in die deutsche Gesellschaft. Denn die Sprache ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe – in der Nachbarschaft, im Verein, im Umgang mit Behörden und im Beruf“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Volkshochschul-Verbands, Ernst Dieter Rossmann. Gleichzeitig betonte er, dass die Volkshochschulen an Kapazitätsgrenzen stießen. Bei der beruflichen und in der politischen Bildung seien Rückgänge zu verzeichnen. Ein stärkeres Engagement in diesen Bereichen sei nur bei besserer Ausstattung möglich, so Rossmann.

Mehr Alphabetisierung und Grundbildung

Weiter an Bedeutung gewann im Jahr 2016 auch der VHS-Programmbereich Grundbildung und Schulabschlüsse. Insbesondere wurden vermehrt Kurse zur Alphabetisierung und Elementarbildung belegt. Diese wenden sich vor allem an funktionale Analphabeten. Kursinhalte sind neben Lesen, Schreiben und Rechnen auch Grundkenntnisse in Informationstechnik, Gesundheitsbildung und Finanzen. Bundesweit haben Volkshochschulen dazu im vergangenen Jahr über 4.400 Kurse im Umfang von mehr als 300.000 Unterrichtsstunden angeboten.

Das Kerngeschäft der Volkshochschulen sind allerdings nach wie vor Gesundheits- und Entspannungskurse. In diesem Bereich wurden 35,4 Prozent aller VHS-Kurse belegt. Im Trend lag das Erlernen von Entspannungstechniken wie Autogenes Training und Yoga, um unter anderem den Anforderungen des Berufsalltags besser gewachsen zu sein.

Was sind Volkshochschulen?

Volkshochschulen sind keine Hochschulen im eigentlichen Sinne. Sie bieten Weiterbildungskurse verschiedenster Art an. Um sie zu nutzen, braucht man keinen bestimmten Schulabschluss. Volkshochschulen erhalten finanzielle Zuschüsse von Gemeinden, Ländern und dem Bund und können ihre Kurse deshalb sehr preisgünstig anbieten. Neben regelmäßigen Kursen bieten die Volkshochschulen auch Seminare, Einzelveranstaltungen und Studienreisen an. 2016 gab es nach Angaben des Deutschen Volkshochschul-Verbands bundesweit 899 Volkshochschulen.


dpa,kna,epd,mk/sts

 

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