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Reise

Der winterliche Spreewald

Nur wenig südlich lockt das einzigartiges Biosphärenreservat der UNESCO - mit ganz eigenem Reiz in der kalten Jahreszeit.

(Foto: DW-TV)

Etwa 100 Kilometer südöstlich von Berlin liegt der Spreewald. Dort verzweigt sich die Spree in hunderte kleine Flussarme. Über insgesamt 1575 Kilometer erstrecken sie sich, es ist eine einzigartige Landschaft.

So einzigartig, dass die UNESCO den Spreewald zum Biosphärenreservat erklärte und damit zum geschützten Naturraum. Wo im Sommer die Spreewald-Kapitäne mit ihren Kähnen durch das Wasserlabyrinth staken, ziehen im Winter Schlittschuhfahrer ihre Bahnen durch die von Eis und Schnee verzauberte Landschaft. Kilometerweit kann man auf den kleinen Flussarmen, den so genannten Fließen, gleiten und die Spreewalddörfer vom Wasser aus besuchen. Lübbenau mit seinem Hafen und dem klassizistischen Schloss etwa. Oder das denkmalgeschützte Lehde mit seinen typischen Stroh gedeckten Holzhäusern und den gekreuzten Schlangen mit Krone auf dem Giebel, dem Symbol des Spreewaldes. Es geht zurück auf einen Brauch der Sorben, des kleinsten slawischen Volkes. Während der Völkerwanderung im sechsten Jahrhundert besiedelten ihre Vorfahren das Gebiet. Heute leben noch schätzungsweise 60.000 Sorben im Spreewald und der angrenzenden Lausitz.

Einen Eindruck von ihrer Geschichte und Tradition bekommt man im sorbischen Heimatmuseum von Dissen oder - noch spektakulärer- in der rekonstruierten ringförmigen Slawenburg in Raddusch.

Wenn man nach so einem Tag dann so richtig durchgefroren ist, gönnt man sich am besten ein erholsames Solebad in der Spreewaldtherme in Burg. Denn das Thermalwasser im Spreewald ist 31 Grad warm und hat einen ähnlich hohen Salzgehalt wie das Tote Meer.

Autor: DW-TV
Redaktion: Pia Gram

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