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Filme

Der Westen leuchtet

Von China nach England - das ist der Weg einer jungen Frau im Film "She, a Chinese". Regisseurin Guo Xiaolu erzählt von der Reise aus der Provinz in die Metropole London. In Locarno gab's dafür einen Goldenen Leoparden.

Frau zeilt mit Gewehr auf Mann, Szene aus Film She, a Chinese dpa

"She, a Chinese"

Sie ist eine der jungen Regisseurinnen, die für eine neue Generation im chinesischen Kino steht. Guo Xiaolu hat mit ihrem zweiten Spielfilm "She, a Chinese" nun einen Goldenen Leoparden beim renommierten Festival in Locarno gewonnen. Die wichtigste Auszeichnung beim schweizerischen Filmfestival am Lago Maggiore dürfte der internationalen Karriere der vielfältig begabten Guo Xiaolu zusätzlichen Auftrieb geben.

Neue chinesische Regiegeneration

Filmplakat Locarno mit Leoparden

Locarno, die Zweiundsechzigste

Immerhin hat die 1973 geborene Regisseurin schon mehrere Romane geschrieben und Dokumentarfilme gedreht. In ihrem neusten Spielfilm schildert sie die Reise einer jungen Chinesin aus ihrer dörflich geprägten Heimat in die englische Metropole London. Damit reiht sie sich ein in eine ganze Phalanx von Regisseuren und Regisseurinnen, die in ihren Filmen die Themen Exil, Heimat und Identität aufgreifen.

Desillusionierung in der neuen Heimat

Die Jury, unter ihnen die deutsche Schauspielerin Nina Hoss, überzeugte das. Vor allem wohl, weil die Hauptfigur in Guo Xiaolus Film in der Fremde auf vieles trifft, was sie so nicht erwartet hat: ein hektisches Großstadtleben, eine andere Mentalität, verschiedene Kulturen. Die Desillusionierung der Protagonisten ist in den letzten Jahren ein klassisches Topos in Filmen über die globalen Wanderungsströme der Menschen im 21. Jahrhundert geworden. Der Film entstand übrigens - auch das ist typisch für den internationalen Filmmarkt - mit Geldern aus drei Ländern: Großbritannien, Frankreich - und Deutschland.

Triumph für Detlef Buck

junges Paar, liegend und sich anschauend (dpa)

Ben (David Kross) und Sreykeo (Apinya Sakuljaroensuk) in "Same Same but Different"

Fürs deutsche Kino gab es in diesem Jahr auch Anerkennung. Die größte Beachtung fand der neue Film von Detlef Buck, der zwar nicht im Wettbewerb, dafür aber auf der prachtvollen Piazza in Locarno lief. "Same Same but Different" erzählt die Liebesgeschichte zwischen einem jungen Rucksacktouristen und seiner Aids-kranken Freundin aus Kambodscha. Auch das eine Geschichte, die auf mehreren Kontinenten und in verschiedenen Ländern spielt. Bucks Film bekam dafür den Preis des einflussreichen US-Branchenblattes "Variety".

junges Paar in Same same but differnt (dpa)

"Same same but different"

Retrospektive wenig besucht

Die letzte Ausgabe des Festivals in Locarno unter der Leitung des scheidenden Chefs Frédéric Maire endete am Wochenende mit einem zwiespältigen Eindruck. Das lag vor allem an dem geringen Publikums-Zuspruch für die große Retrospektive. Die zum Teil unter freiem Himmel auf der 8000 Plätze bietenden Piazza stattfindende Retrospektive zum japanischen Manga-Film war nur dürftig besucht. Das Fachpublikum und die Fans waren zwar zufrieden, das ganz "normale" Publikum im schweizerischen Locarno dagegen zeigte weniger Interesse.

(jk/es/dpa)

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