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Reise

Der Straßenkarneval hat begonnen

In den Karnevalshochburgen, besonders im Rheinland, hat am Donnerstag der Straßenkarneval begonnen - diesmal unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Und unter Einfluss eines Sturmtiefs. Die Jecken schreckt das nicht.

Ab Weiberfastnacht ziehen die Narren wieder durch die Straßen. An diesem Tag ist es Brauch, dass Frauen den Männern ihre Krawatten als Symbol der männlichen Macht abschneiden. Es ist der Auftakt des Karnevals.

In den kommenden Tagen heißt die Devise: verkleiden, Spaß haben, sehen und gesehen werden. Die bekannteste Karnevalshochburg in Deutschland ist Köln im Rheinland. Hier wurde die Millionen-Party am Donnerstag um 11.11 Uhr durch das Dreigestirn, bestehend aus Prinz, Bauer und Jungfrau eröffnet. In der Nachbarstadt Düsseldorf stürmten zur selben Zeit die "Möhnen" - ältere Frauen - das Rathaus und nahmen den Bürgermeister gefangen. In Mainz versammelten sich die Närrinnen auf dem Schillerplatz.

Im Süden Deutschlands hat das närrische Treiben einen eher urigen Charakter. Hier verkleiden sich viele mit Holzmasken, die Teufel oder Hexen darstellen.

Bildergalerie Karnevalshochburgen (picture-alliance/dpa/T. Kleinschmidt)

Narren in typisch Konstanzer Verkleidung

In Konstanz zum Beispiel, einer der Hochburgen dieser schwäbisch-alemannischen Fastnacht, begann die "heiße Phase" schon am Mittwochabend mit dem Butzenlauf. 2500 Maskenträger zogen durch die Straßen. Am Abend des "Schmotzigen Dunschtigs" (Schmutziger Donnerstag), wie Weiberfastnacht im Süden Deutschlands heißt, folgte der "Hemdglonkerumzug", bei dem traditionell Schüler in weißen Nachthemden und Zipfelmützen durch die Altstadt laufen.

Strenge Sicherheitsvorkehrungen

Sicherheit im Karneval (picture-alliance/dpa/O. Berg)

Wohl noch nie waren die Sicherheitsvorkehrungen beim Karneval so streng wie diesmal

In diesem Jahr sind die Sicherheitsvorkehrungen als Reaktion auf den Terroranschlag in Berlin besonders streng. In Köln und Düsseldorf setzt die Polizei Beamte mit Maschinenpistolen ein, vielerorts sind Fahrzeugsperren errichtet worden. In Mainz hat Polizeidirektor Achim Zahn an die Narren appelliert, bei der Wahl ihrer Verkleidung an die Sicherheitslage zu denken. Wer sich als Islamist verkleide und eine Sprengstoffgürtel-Attrappe trage, könne Ärger bekommen.   

Das Wetter allerdings spielt in diesem Jahr nicht mit: Für Donnerstagnachmittag und den Abend gab es Sturmwarnungen. Das Festprogramm wurde mancherorts verkürzt, so etwa in Düsseldorf. In Bonn wurde eine Karnevalsparty auf dem zentralen Münsterplatz wegen Sturmwarnung abgesagt.

Elisabeth Yorck von Wartenburg / fm / cd (mit dpa)

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