Der sich die Welt neu zusammensetzt – London feiert Andreas Gursky | Kunst | DW | 25.01.2018
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Kunst

Der sich die Welt neu zusammensetzt – London feiert Andreas Gursky

Zwei Jahre war sie wegen Renovierung geschlossen. Jetzt meldet sich die Hayward Gallery in London mit einem Paukenschlag zurück – und feiert den deutschen Fotografen Andreas Gursky. Sein Weltblick lässt staunen.

Wie ein schwarzes Monster kriecht ein Feld von Sonnenkollektoren über die hügelige Landschaft. Gurskys Bild einer 70 Hektar großen Photovoltaik-Anlage im französischen Les Mées zeigt die Ambivalenz umweltschonender Technik: Einerseits erstickt sie den Boden, zugleich nimmt sie eine malerische Form an. Die Fotografie des 63-jährigen Deutschen ist als Aushängeschild der Londoner Schau gut gewählt, denn sie zeigt programmatisch das künstlerisches Prinzip der rund 60 ausgestellten Arbeiten.

Gurskys Markenzeichen ist das Großformat. Seine Fotografien füllen Wände und sind von umwerfender Präsenz. Gursky porträtiert Orte und Szenen des Lebens und der Wirtschaft – aber nur symbolisch. 

Andreas Gursky ist einer der bedeutendsten Fotokünstler Deutschlands (picture-alliance/dpa/F. Gambarini)

Andreas Gursky

Gursky setzt die Welt neu zusammen

Seine Kunst entsteht am Rechner: Hier montiert er Bilder in neue Zusammenhänge. "Mich interessiert die Art, wie sich die Welt zusammensetzt", sagte der Fotograf und beruft sich auf die "pure Freude des Sehens."

Gurskys Fotos pflegen die Nähe zur Malerei. Dabei führt der Künstler die Einschränkungen der menschlichen Wahrnehmung vor. Seine Motive sind häufig aus einem hohen Blickwinkel aufgenommen. So ermöglichen sie eine "demokratische" Perspektive, in der alle Elemente gleichberechtigt wirken. Nachvollziehen lässt sich das an Gurskys Werken, die bis in die 1980ger Jahre zurückreichen, darunter auch Gurskys Kultwerke "Paris", "Montparnasse" und "Rhine II", das 2011 bei einer New Yorker Auktion den Rekordpreis von 3,1 Millionen Dollar erzielte.

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