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Wirtschaft

Der Schweiz droht eine Rezession

Als Folge der starken Aufwertung des Franken muss sich die Schweiz nach Berechnungen von Ökonomen 2015 auf eine Rezession einstellen. Am meisten werden der Tourismus und der Export leiden.

In diesem Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,5 Prozent abnehmen, wenn sich der Franken nicht wieder abschwächt, prognostizierte das renommierte Wirtschaftsforschungsinstitut KOF der ETH Zürich am Mittwoch. Im Dezember hatte es noch ein Wachstum von 1,9 Prozent veranschlagt.

Für 2015 rechnen die Experten mit einem Rückgang des Exports um 1,4 Prozent als Folge des starken Franken. Da sich Urlaube in der Schweiz stark verteuern, werde auch das Tourismusgewerbe leiden. Die Investitionstätigkeit werde sich verlangsamen. Ab dem zweiten Quartal dürften Firmen ihre Produktion zurückfahren und Arbeitsplätze abbauen. Die KOF-Experten schätzten, dass die Arbeitslosenquote im laufenden Jahr auf 3,4 Prozent und im kommenden Jahr 4,1 Prozent steigen wird. Für 2016 erwartet KOF bestenfalls eine stagnierende Wirtschaftsleistung, sollte die Weltkonjunktur wieder an Fahrt gewinnen.

Mitte Januar gab die

Schweizer Notenbank

(SNB) ihren Kampf gegen die Franken-Aufwertung auf und schaffte den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken ab. Der Euro verlor daraufhin innerhalb kurzer Zeit mehr als 20 Prozent und wird derzeit bei leicht über einem Franken gehandelt.

zdh/ul (rtr, dpa)

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