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Deutschlehrer-Info

Der richtige Zeitpunkt zählt

„Nachmittags Vokabeln lernen, abends Klavier üben“: So beschreiben Wissenschaftler der Freiburger Uniklinik die Ergebnisse einer Untersuchung, die sich mit der Frage nach dem richtigen Lernzeitpunkt befasste.

Ein Schüler ist im Klassenzimmer über seinen Heften eingeschlafen, gestellte Aufnahme vom 11.02.2006. Foto: Heiko Wolfraum +++(c) dpa - Report+++

Müder Schüler

Wie bereits aus früheren Studien bekannt ist, fördert Schlaf nach dem Lernen die Gedächtnisleistung. Ungeklärt blieb aber bislang, welcher genaue zeitliche Abstand zwischen Lernen und Nachtschlaf am günstigsten ist. In einer jetzt veröffentlichten Studie legten Forscher der Freiburger Uniklinik dazu erste Daten vor.

Um herauszufinden, wann genau welche Lerninhalte am besten behalten werden, ließen die Forscher 50 Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren verbale und motorische Gedächtnisaufgaben wie Wortpaar-Lernen und Finger-Tapping ausführen. Das Ergebnis: Wörter, die am Nachmittag gelernt wurden, blieben besser im Gedächtnis haften als Wortpaare, die unmittelbar vor dem Schlafengehen geübt wurden. Anders verhielt es sich jedoch bei motorischen Lernaufgaben: Hier war die Leistungssteigerung am Folgetag größer, wenn abends direkt vor dem Schlafengehen trainiert wurde.

Die Studie legt Jugendlichen also nahe, Vokabeln oder Texte eher am Nachmittag zu lernen, während stark motorisch geprägte Herausforderungen wie zum Beispiel das Klavierspiel besser auf den Abend verschoben werden sollten.

ip/sk (epd)