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Kultur

Der Pergamon-Altar wird verhüllt

Er ist eine der größten Attraktionen in den Berliner Museen: der Pergamonaltar. Jetzt muss er saniert werden und verschwindet für fünf Jahre unter einer Hülle. Das Pergamonmuseum bleibt aber weiterhin geöffnet.

Wer nach Berlin kommt, will ihn sehen: der antike Pergamonaltar aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus ist ein Meisterwerk der hellenistischen Kunst. Nun muss der Saal, in dem er steht, saniert werden. Der Altar kann für voraussichtlich fünf Jahre nicht besichtigt werden, weil Bauschäden und Schimmel hinter den Friesplatten des berühmten Altars beseitigt werden müssen. Am Sonntag (28.09.2014) ist die letzte Gelegenheit, sich in die stets lange Schlange vor dem Pergamonmuseum einzureihen.

Große Schäden am Pergamonmuseum

"Das gesamte Pergamonmuseum - so auch der Altarsaal - ist in einem sehr schlechten baulichen Zustand", heißt es in einer Erklärung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. An der Stahlkonstruktion des Daches und an den Lichtdecken, aber auch an der Fassade zeigten sich große Schäden. Die technische Ausstattung des Hauses sei ebenfalls veraltet. Das Museum bleibt während der Sanierung für Besucher geöffnet, nur der Saal mit dem Pergamonaltar wird geschlossen.

Der Altar wurde ursprünglich auf der Akropolis der antiken Stadt Pergamon in Kleinasien gebaut, etwa 100 km von der Stadt Izmir in der heutigen Türkei entfernt. Er war dem Gott Zeus und seiner Tochter Athene gewidmet. Zwischen 1878 und 1886 wurde er von deutschen Archäologen entdeckt, die die Fragmente ausgruben und nach Berlin brachten, um den Altar dort zu rekunstruieren. Auf der Berliner Museumsinsel wurde eigens ein Museum für den Altar errichtet.

Pergamon Museum Berlin Deutschland

Das Pergamonmuseum in Berlin bleibt für das Publikum geöffnet

Mit bis zu 1,5 Millionen Besuchern gilt es heute als das meistbesuchte Museum Berlins. Zur Überbrückung der langen Schließung plant die Stiftung ab Anfang 2016 eine temporäre Ausstellung, die unter anderem eine überarbeitete Fassung einer 2011 erstmals gezeigten Panoramadarstellung der Stadt Pergamon inklusive des Altars präsentiert. Das Panorama entstand in Zusammenarbeit mit dem Künstler Yadegar Asisi und soll in unmittelbarer Nähe zum Museum zu sehen sein. Dafür sucht die Stiftung allerdings noch Sponsoren, die Finanzierung ist einer Sprecherin zufolge bislang ungeklärt.

alu/rey (dpa, afp)