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Bundesliga

Der Nächste geht: HSV-Aufsichtsratschef tritt zurück

Erst wird Vorstandschef und Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer entlassen, jetzt räumt auch Karl Gernandt, der Vorsitzende des Aufsichtsrats, seinen Posten. Grund seien "bewusste Indiskretionen".

Mit seinem Rücktritt zieht der 56-jährige Gernandt die Konsequenz aus dem Rausschmiss von Dietmar Beiersdorfer, der einiges Aufsehen erregt hatte. So stand die einstimmige Entscheidung des Aufsichtsrats schon länger fest. Doch bereits vor der offiziellen Bekanntgabe am Sonntag waren Gerüchte an die Öffentlichkeit gesickert.

"Ich kann und werde nicht die Hauptverantwortung für so ein Verhalten tragen und bin entsetzt, mit welchen Kräften im Verein und im Aufsichtsrat die sportliche und langfristige Weiterentwicklung riskiert wird", sagte Gernandt. "Wenn persönliche Motive über professionelles Verhalten gestellt werden, macht dies nachhaltige Führungsarbeit unmöglich."

Laut der Website der Hanseaten bleibt Gernandt jedoch ordentliches Mitglied des sechsköpfigen Gremiums, das er seit der Gründung der Fußball-AG im Mai 2014 geleitet hatte. Bis zur Neuwahl werden sich seine Stellvertreter - Felix Goedhart und Jens Meier - mit der Führung des Aufsichtsrats abwechseln.

Deutschland Bundesliga Dietmar Beiersdorfer (picture-alliance/dpa/Revierfoto)

"Ich bin enttäuscht" - Dietmar Beiersdorfer nach seinem Rauswurf beim HSV

Gelingt der Umbruch?

Erstmals nach seinem Rauswurf meldete sich jetzt auch der Ex-Vorsitzende Beiersdorfer zu Wort. Er sagte der "Bild"-Zeitung er sei "enttäuscht" und könne die Entscheidung des Aufsichtsrats nicht nachvollziehen. Dieser hätte sich einen Vorsitzenden mit einer "anderen Charakteristik" gewünscht. "Einen, der nach außen stärker auftritt und auch mal auf den Tisch haut", so Beiersdorfer.

Diese Aufgabe soll nun Heribert Bruchhagen angehen, der ab Mittwoch die Position von Beiersdorfer übernimmt. Seine erste Herausforderung wird es sein, einen neuen Sportdirektor zu finden, der die Mannschaft gemeinsam mit Trainer Markus Gisdohl auf einen erfolgreicheren Kurs zurückführt.

Dabei lief es auf dem Platz in den letzten Wochen wieder ein wenig besser für den kriselnden Bundesligisten. Auch wenn der Klub noch immer mitten im Abstiegskampf steckt: Erstmals seit Anfang Oktober gelang es am vergangenen Wochenende, die direkte Abstiegszone zu verlassen. Doch hinter den Kulissen kann von Ruhe wohl auch weiterhin keine Rede sein.

mrk/to (dpa, SID, hsv.de)

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