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Kultur

Der Monstersturm "Felix" trifft auf Land

"Felix" hat als Hurrikan der Kategorie 5 Nicaragua erreicht. Es ist das erste Mal, dass in einer Saison zwei Stürme der höchsten Stufe auf Land treffen. Gefahr droht aber auch am Pazifik.

Weltallaufnahme des Hurrikans

Die roten Bereiche sind die gefährlichsten

Als Monstersturm der Stärke 5 ist Hurrikan "Felix" am Dienstag (4.9.07) auf die Nordostküste Nicaraguas geprallt. Der Sturm erreichte mit Windgeschwindigkeiten von 260 Kilometer in der Stunde die Küste in Höhe von Punta Gorda. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums ist es das erste Mal seit Beginn der Aufzeichnungen, dass in einer Saison zwei Stürme der höchsten Kategorie auf Land treffen.

Gefürchtet sind nicht nur die zerstörerische Kraft des Windes, sondern auch extrem hohe Wellen und Überflutungen sowie Erdrutsche in Folge heftiger Regenfälle.

Zehntausende auf der Flucht

Nichts wie weg: Touristen am Flughafen von Belize, Quelle: AP

Nichts wie weg: Touristen am Flughafen von Belize

Allein in Honduras wurden 70.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Für die Hauptstadt Tegucigalpa wurde Katastrophenalarm ausgelöst.

In Belize, wo der Hurrikan am Mittwoch erwartet wird, rüsten sich die Menschen für den zweiten atlantischen Hurrikan der Saison nach "Dean" im August. Die Menschen legen Wasser- und Lebensmittelreserven an und vernageln ihre Fenster. Zehntausende sind vor dem herannahenden Sturm geflohen. Sie verließen am Montag niedrig liegende Gebiete an der Karibik-Küste, die besonders anfällig für Überschwemmungen infolge der erwarteten Regenfälle sind.

Besonders gefährdet sind Tausende von Miskito-Indios, die in der sumpfigen, abgelegenen Region an der Grenze zwischen Honduras und Nicaragua leben, wo der Sturm als erstes erwartet. Sollte der Hurrikan die Flut auf mehr als sechs Meter über normal treiben, könnten zahlreiche Dörfer der Ureinwohner in der Region zerstört werden. Der Kontakt in die Region riss bereits ab, bevor "Felix" die Küste erreichte. Große Teil des Gebiets sind nur mit dem Kanu zugänglich. Die Regierung hatte zuvor Soldaten in die Region entsandt. Weitere sollen folgen, wenn der Sturm vorbeigezogen ist.

Evakuierung

Ein Offizier aus Nicaragua erläutert die Evakuierung, Quelle: AP

Ein Offizier aus Nicaragua erläutert die Evakuierung

In Honduras wurden Flugzeuge bereitgestellt, um Touristen aus den gefährdeten Küstenregionen in Sicherheit zu bringen. Die Flughäfen des mittelamerikanischen Landes waren überfüllt. Einheimische wurden in Notunterkünften untergebracht. Auch in Nicaragua wurden Menschen aus Küstenregionen vorsorglich weiter ins Landesinnere gebracht. In Mexiko ordneten die Behörden die vorsorgliche Evakuierung des Grenzgebiets zu Belize an. Betroffen waren 12.000 Menschen.

Der Hurrikan wird wahrscheinlich nicht die US-Öl-Anlagen im Golf von Mexiko treffen. "Er dürfte die Produktion im Golf von Mexiko nicht treffen", sagte Experte Victor Shum von der Energieberatungsgesellschaft Purvin and Gertz.

Hurrikan auch am Pazifik

Auf dem Pazifik bereitete ein anderer Wirbelsturm den Menschen Sorgen: An der mexikanischen Küste erreichte "Henriette" mit Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde Hurrikan-Stärke. Der Sturm nahm am Dienstag Kurs auf die Halbinsel Baja California. Im beliebten Ferienort Cabo San Lucas waren bereits die ersten Ausläufer des Sturms zu spüren. Eine Frau ertrank nach Polizeiangaben in den hohen Wellen. Am Wochenende löste "Henriette" Überschwemmungen und Erdrutsche aus, die in Acapulco sechs Menschen das Leben kosteten. (sams)

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