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Aktuell Europa

Der "Mann mit Hut" im Fokus der Ermittler

Knapp eine Woche nach den Anschlägen von Brüssel läuft die Fahndung weiter auf Hochtouren. Eine der Kernfragen: Wer ist der dritte Mann auf dem Überwachungsvideo im Flughafen? Ein Verdächtiger kam jetzt frei.

Um ihn gab und gibt es Verwirrung: Die Beschreibung des mutmaßlichen Täters auf der Internetseite der Polizei wurde deshalb um ein Video ergänzt. Bei den Ermittlungen im Zuge der Anschläge von Brüssel hatte sich zunächst der Tatverdacht gegen den am Donnerstag festgenommenen Fayçal C. gerichtet.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat sich dieser Verdacht aber "nicht bestätigt". Der Mann sei wieder freigelassen worden, teilte die Anklagebehörde in der belgischen Hauptstadt mit.

Die Suche nach dem dritten Mann geht damit weiter. Auf Fahndungsbildern ist der Mann bekleidet mit heller Jacke und einem Hut gemeinsam mit den beiden späteren Selbstmordattentätern zu sehen, die als Ibrahim El Bakraoui und Najim Laachraoui identifiziert wurden. Zwischenzeitlich hatten belgische Medien gemeldet, dass der dritte Gesuchte gefasst sei. Es sei der festgenommene Fayçal C., hieß es.

Festnahme in den Niederlanden

Nach den Anschlägen geraten europaweit immer mehr Verdächtige ins Visier der Ermittler. Am Sonntag nahm eine niederländische Anti-Terror-Einheit in Rotterdam einen 32-jährigen Franzosen fest. Er wird von der französischen Justiz verdächtigt, an der Vorbereitung eines Anschlags in Frankreich beteiligt zu sein, wie die Staatsanwaltschaft Rotterdam mitteilte. Bei der Razzia wurden auch drei weitere Personen festgenommen.

Die Festnahme des Franzosen in Rotterdam stand im Zusammenhang mit dem Anschlagsplan, den die französischen Behörden am Donnerstag mit einer Festnahme vereitelt hatten, wie Innenminister Bernard Cazeneuve mitteilte. Er hatte gesagt, der Plan sei in einem "fortgeschrittenen Stadium" gewesen.

Opferzahl gestiegen

Nach den Anschlägen in Brüssel ist die Zahl der Todesopfer auf jetzt 35 gestiegen. 31 Tote seien an den beiden Anschlagsorten am Brüsseler Flughafen und in einer U-Bahnstation geborgen worden, teilten Vertreter des belgischen Krisenzentrums mit.

Vier weitere Menschen, die bei den Anschlägen schwer verletzt worden waren, seien inzwischen in Krankenhäusern gestorben. Die drei Selbstmordattentäter, die sich mit ihren Bomben in die Lufts sprengten, sind in dieser Opferzahl nicht inbegriffen.

haz/fab (dpa, afp, rtr)