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Kunst

Der Kunstsommer 2017 beginnt in Athen

Die documenta in Athen eröffnet den Kunstsommer 2017. Die documenta in Kassel, die Kunstbiennale in Venedig, die Skulptur Projekte Münster und Art Basel finden fast zeitgleich statt. Ein Überblick.

Mit einer gemeinsamen Performance aller Künstler und Mitwirkenden hat die documenta 14 in Athen jetzt für Fachbesucher geöffnet. Es ist das erste Mal, dass die documenta, die bedeutendste Kunstausstellung der Welt, gleichberechtigt in zwei Städten stattfindet. "Die Ausstellung in beiden Städten zu organisieren, war sowohl qualvoll als auch wunderschön", sagte der Künstlerische
Leiter, der Pole Adam Szymczyk, über die drei vergangenen Jahre der Vorbereitung. 

Ab dem 8. April ist die documenta in Athen auch für die Besucher geöffnet, dann heißt es: "Von Athen lernen". Für Szymczyk geht es dabei darum, zu "verlernen, was wir zu wissen glauben" - in die Dunkelheit des Nichtwissens einzutauchen und dann von vorne zu beginnen. Dazu bietet sich in Athen bis zum 16. Juli mit Werken und Performances von mehr als 150 Künstlern ausreichend Gelegenheit.

Zwischen Kassel und Münster

DW Von Athen lernen - Die Documenta14 (DW)

An diesem Wochenende beginnt der Kunstsommer 2017

Ab dem 10. Juni werden dann rund 650.000 Kunstfreunde im hessischen Städtchen Kassel an der Fulda erwartet. Alle fünf Jahre findet dort die documenta statt - die Kunstwerke sind über die gesamte Stadt verteilt. Das Besondere 2017: Nur zweieinhalb Zugstunden von Kassel entfernt verwandeln die 5. Skulpturen Projekte die Stadt Münster, die nur alle zehn Jahre gezeigt werden, zeitgleich in ein Freilichtmuseum. Trotzdem haben sie es geschafft, von der internationalen Kunstwelt fast genauso beachtet zu werden wie die documenta. 35 Künstler aus aller Welt kommen in das beschauliche Münster, um mit ihren Skulpturen den öffentlichen Raum neu zu gestalten.

Weitere Höhepunkte: Venedigs Kunstbiennale und die Art Basel

Auch eine Reise nach Italien gehört in diesen ausstellungsreichen Kunstsommer. Venedig lädt zur 57. Biennale der Bildenden Kunst. Der Hauptschauplatz sind die Giardini, wo sich 28 Länder in ihren nationalen Pavillons präsentieren. Deutschland wird 2017 von der Frankfurter Künstlerin Anne Imhof vertreten. 

Basel Art 37 James Rosenquist (Reuters/S. Wermuth)

Basel Art 37: "Celebrating the Fiftieth Anniversary of the Signing of the Universal Declaration of Human Rights by Eleanor Roosevelt" von James Rosenquist

Kunstinteressierte, die zur Biennale wollen, reisen oft über die Schweiz an: Dort ist die Art Basel seit 47 Jahren ein altbewährter Höhepunkt im Juni. Sie ist nicht nur die traditionsreichste, sondern auch die weltweit größte und bedeutendste Kunstmesse, bei der teure Gemälde oder Skulpturen den Besitzer wechseln. Die "New York Times" nennt die Art Basel deshalb wohl nicht zu unrecht "Olympics of the Art World". 

In Istanbul soll im September trotz der politisch angespannten Lage die Istanbul Biennale stattfinden. Die dänisch-norwegischen Künstler-Kuratoren Ingar Dragset und Michael Elmgreen wollen jetzt erst recht festhalten an der alle zwei Jahre stattfindenden Ausstellung. Nachdem die Türkei das EU-Kulturprogramm "Kreatives Europa" gestrichen hat, erhält die Kunstszene ab 2017 keine Fördergelder der EU mehr. 

Wer Angst hat, in diesem Ausstellungsmarathon den Anschluss zu verlieren, der kann die "Grand Tour 2017" buchen. Unter dem Etikett haben sich die großen Institutionen des Kunstsommers zusammengeschlossen. Sie bieten den Kunstpilgern ein Reiseangebot zu allen Hot Spots mit Rundum-sorglos-Garantie an.

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