1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Veranstaltungen

Der Klang der Hoffnung – The Promise of Music

Zum Inhalt des Films und Hintergrund zur Produktion, zum „Simón Bolívar Youth Orchestra of Venezuela“ und zur die „Fundación del Estado para el Sistema Nacional de Orquestas Juveniles e Infantiles de Venezuela“.

Wo immer das „Simón Bolívar Youth Orchestra of Venezuela“ und sein charismatischer Dirigent Gustavo Dudamel auftreten, erobern sie Publikum und Kritik im Sturm. Dudamel, erst 27 Jahre alt, ist bereits seit neun Jahren musikalischer Leiter des Jugendorchesters; er gilt mittlerweile als einer der wichtigsten Dirigenten der neuen Generation. Allerdings geht es um viel mehr als um die Geschichte eines Wunderkindes.

Dudamel selbst bezeichnet Musik als „sozialen Rettungsanker“, und tatsächlich bilden er und das Orchester den Gipfel eines einzigartigen Musikprogramms, das für die Herkunftsländer der klassischen Konzertkultur mehr als ungewöhnlich ist.

Die 220 Musiker des Orchesters stammen aus allen Teilen Venezuelas. Sie sind zwischen 16 und 23 Jahre alt. Dass es das Bolívar-Jugendorchester überhaupt gibt, ist dem Musiker, Ökonomen und Politiker Dr. José Antonio Abreu zu verdanken. 1975 hatte er die Vision, in Armut lebenden Kindern durch Musik eine neue Perspektive zu bieten. Trotz wechselnder Regierungen ist sein staatlich gefördertes Netz von Musikschulen – die „Fundación del Estado para el Sistema Nacional de Orquestas Juveniles e Infantiles de Venezuela“ (kurz: FESNOJIV) – nach wie vor erfolgreich, wenn es darum geht, jungen Leuten aus schwierigen und teilweise kriminellen Verhältnissen einen Weg in ein neues Leben zu zeigen.

Heute gibt es rund 30 professionelle Orchester, 125 Jugendorchester, etwa 15.000 Musiklehrer und mittlerweile eine viertel Million Schüler. Kindern ab zwei Jahren wird kostenloser Instrumentalunterricht angeboten, die Instrumente werden gestellt. Doch kein Kind lernt allein; jedes wird sofort in ein Orchester integriert, denn Motivation, gegenseitige Achtung und gemeinsames Streben nach Erfolg stehen im Mittelpunkt.

Für alle Mitglieder des „Simón Bolívar Youth Orchestra of Venezuela“, ist das Spielen im Orchester nicht einfach nur ein Job, sondern Ihr Leben. Durch die Musik hat sich für sie alles geändert – und genau diese elementare Erfahrung wird beim Erleben eines Ihrer Konzerte deutlich spürbar. Die Interpretation der Werke ist vital und hoffnungsfroh, in jedem Fall mitreißend und energiegeladen.

Dabei ist die Arbeit Gustavo Dudamels mit den jungen Menschen äußerst professionell und wird von vielen seiner berühmten Kollegen am Pult hoch geschätzt. Unter seiner Leitung sind sämtliche Tournee-Konzerte der „Sinfónica de la Juventud Venezolana Simón Bolívar“ bereits ein halbes Jahr vorher ausverkauft.

Auch ihr Auftritt beim Beethovenfest 2007 in Bonn, bei dem Beethovens 3. Symphonie „Eroica“ und „Symphonische Tänze“ aus Bernsteins West Side Story auf dem Programm stehen. Doch bevor es soweit ist und die Vorbereitungen für die Reise unternommen werden, heißt es für die jungen Musiker erst einmal: Alltag in Caracas: Das bedeutet unter anderem wochenlanges, intensives Proben, denn die Aufregung ist groß und die Erwartungen sind hoch...

Das Gastspiel von Gustavo Dudamel und dem „Simón Bolívar Youth Orchestra of Venezuela“ am 27. August 2007 wird zum Höhepunkt des Beethovenfests 2007 in Bonn. Das Konzert und die Generalprobe werden für den Film „Der Klang der Hoffnung“ mit zehn HD-Kameras aufgezeichnet. Da das Konzert in der Beethovenhalle seit langem ausverkauft war, haben Deutsche Welle und Beethovenfest es live via Satellit auf den Bonner Marktplatz übertragen. Dort erlebten rund 2000 Klassikfans das Konzert auf einer Großleinwand. Am Ende gibt es sowohl in der Konzerthalle, als auch auf dem Marktplatz stehende Ovationen für Gustavo Dudamel und sein Orchester.

Der Klang der Hoffnung – The Promise of Music
Produktion: BFMI für Deutsche Welle und UNITEL classica
Regie: Enrique Sánchez Lansch
Vertrieb: C Major Entertainment
Format: 16:9 | 1080p 25 HDTV | stereo & 5.1 surround sound
Dauer: 93 Minuten

August 2008

default

Martina Bertram

T +49.228.429-2055 martina.bertram@dw.com