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Ostmitteleuropa

Der kirchliche Fernsehsender von Pater Rydzyk will schon im April den Betrieb aufnehmen

Warschau, 2.04.2004, SUPER EXPRESS, poln.

"Ostern wird man vor dem Fernseher verbringen und sich das Programm des Fernsehsenders TV Trwam (frei übersetzt etwa "Ich existiere weiter" - MD) anschauen können", kündigt Pater Tadeusz Rydzyk, der Gründer dieses Fernsehsenders, an. An die Zuschauer denkend, hat er bereits mit dem Verkauf von Satellitenanlagen begonnen.

Über die Programminhalte weiß man bisher nichts außer dass TV Trwam - nach den Worten Pater Rydzyks - Informationscharakter haben werde. Der Sender TVN 24 braucht sich vorerst keine Sorgen zu machen, weil der Direktor von Radio Maryja plant, am Anfang nur fünf Stunden pro Tag zu senden. Dies entspricht den minimalen Anforderungen, die vom Nationalen Rundfunk- und Fernsehrat (KRRiTV) bei der Vergabe der Sendelizenz für den Sender TV Trwam an die Stiftung Lux Veritas gestellt wurden. In diesem Dokument heißt es, der Fernsehsender Trwam werde ein religiöser Sender sein, der sich auch der Beratung und der Bildung widmen werde.

Bis jetzt bekam aber der Sender von Pater Rydzyk keine Übertragungsrechte vom Vatikan-Fernsehen, um z.B. über kirchliche Feierlichkeiten, an denen der Papst teilnimmt, zu berichten.

Der Vatikan machte seine Entscheidung von der Erfüllung zweier Bedingungen abhängig: Der Fernsehsender TV Trwam darf keinen kommerziellen Charakter haben und die Übertragung aus dem Vatikan muss von der Polnischen Bischofskonferenz genehmigt werden.

"Bisher hat sich niemand an uns mit solch einer Bitte gewandt", versicherte Bischof Slawoj Leszek Glodz, der Vorsitzende der Medien-Kommission der Bischofskonferenz.

Schon heute lässt sich mit Sicherheit sagen, dass keiner der bekannten Fernsehstars beim TV Trwam zu sehen sein wird. Warum? Weil Pater Rydzyk sich vor allem auf Freiwillige stützen will. Zu Radio Maryja lud er sowohl Programmgestalter als auch Filmemacher ein, die unentgeltlich arbeiten möchten.

Der Fernsehsender TV Trwam bereitet sich auf den Sendestart vor und die Büros von Radio Maryja vermitteln den Verkauf von Satellitenanlagen. Pater Rydzyk kündigte an, dass diese 440 Zloty (etwa 105 Euro) kosten werden, d.h. viel weniger als die billigsten Anlagen zum Empfang des Digitalfernsehens.

(Sta)

  • Datum 03.04.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3SOf
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