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Fußball

Der Kampf um die Tabellenführung hält an

Am letzten Wochenende noch Hertha BSC Berlin, nach den Samstags-Partien 1899 Hoffenheim und am Ende des 21. Spieltags der Hamburger SV - das muntere Wechselspiel an der Tabellenspitze der Bundesliga geht weiter.

Der Hamburger Jansen (li.) bezwingt zum zweiten Mal Leverkusens Torwart Adler (Quelle: dpa/lnw)

Der Hamburger Jansen (li.) bezwingt zum zweiten Mal Leverkusens Torwart Adler

Das Titelrennen in der Fußball-Bundesliga bleibt spannend und vor allem abwechslungsreich wie selten zuvor. Zum Abschluss des ereignisreichen 21. Spieltags übernahm der Hamburger SV dank eines 2:1-Sieges bei Bayer 04 Leverkusen die Tabellenführung. Mit seinen ersten Meisterschafts-Treffern für die Hansestädter war Marcell Jansen der Matchwinner des sehenswerten Spitzenduells in Düsseldorf. In der 18. und 66. Minute brachte er die Gäste aus Hamburg zweimal in Führung. Trainer Martin Jol zeigte sich von Jansens Qualitäten überzeugt: "Er war verletzt. Seitdem ist er bei uns ein sehr wichtiger Spieler der Linksverteidiger spielt ohne etwas zu sagen, dann wieder links im Mittelfeld spielt und das macht er beides sehr gut." Seine Entwicklung sei schon auffällig, so Jol weiter.

Jansen (li.) freut sich mit Mathijsen über sein erstes Tor (Quelle: dpa/lnw)

Jansen (li.) freut sich mit Mathijsen über sein erstes Tor

Der Leverkusener Patrick Helmes hatte in der 29. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt, zu wenig allerdings für einen Punktgewinn. Trainer Bruno Labbadia hatte auch gleich die Erklärung parat: "Wer den ersten Fehler macht wird das Spiel wahrscheinlich verlieren, das war abzusehen. Wir haben uns nicht viele Fehler geleistet, aber es war einer zuviel." Und man habe die ein oder andere Möglichkeit nicht ausgenutzt, meinte Labbadia. Durch den Auswärtssieg verdrängte der HSV mit 42 Punkten 1899 Hoffenheim von der Spitze und hat nun zwei Zähler Vorsprung. Die Leverkusener blieben trotz der Niederlage mit weiterhin 36 Zählern auf Rang fünf.

Hoffenheim nach Remis in Stuttgart Zweiter

Der Hoffenheimer Ba (re.) schießt am Stuttgarter Torhüter Lehmann (li.) vorbei ins Tor (Quelle: AP)

Ba (re.) schießt an Torhüter Lehmann (li.) vorbei ins Tor

Herbstmeister Hoffenheim musste sich am Samstag mit einem 3:3-Unentschieden beim VfB Stuttgart zufrieden geben und hat nun 40 Punkte auf dem Konto. Dennoch war Ralf Rangnick, der Trainer der Hoffenheimer, nicht unzufrieden: "Vor allem in der zweiten Halbzeit war es wieder ein Schritt in die richtige Richtung, aber bei eigenem Ballbesitz haben wir auch noch nicht alles richtig gemacht." Es sei mehr drin gewesen, aber unter dem Strich müsse man trotzdem sagen, dass man mit diesem 3:3 leben könne, so Rangnick weiter. Punktgleich mit Hoffenheim, aber mit dem schlechteren Torverhältnis, rangiert Hertha BSC Berlin auf Tabellenplatz drei. Die Hauptstädter verloren beim zu Hause weiter unbesiegten VfL Wolfsburg mit 1:2 und büßten damit wichtigen Boden ein.

Bayern München kommt unter die Räder und zeigt Nerven

Der Kölner Geromel (re.) lässt den Münchner Podolski (li.) stehen (Quelle: AP)

Geromel (re.) gibt Podolski (li.) das Nachsehen

Unterdessen kassierte Titelverteidiger Bayern München eine bittere 1:2-Pleite vor heimischer Kulisse gegen den 1. FC Köln. Der Trainer der Gäste, Christoph Daum, konnte sein Glück kurz nach Spiel-Ende kaum fassen: "Ich weiß noch gar nicht, ob ich das alles richtig einordnen kann. Beim für mich kommenden Deutschen Meister gewonnen zu haben, ist etwas ganz Besonderes, was mich tief bewegt." Ganz anders natürlich die Stimmungslage beim deutschen Rekordmeister. Bayern-Manager Uli Hoeneß wirkte auch am Tag danach noch reichlich angefressen: "Wir sehen das auch heute nicht gelassen. Wir haben das letzte Woche gelassen gesehen, weil wir von den Restspielen her eine gute Ausgangsposition gesehen haben. Jetzt haben wir natürlich ein vermeintlich leichtes Heimspiel verloren und deswegen müssen wir das jetzt schon sehr ernst nehmen." Jetzt gebe es nichts mehr zu beschönigen, grantelte Hoeneß. Durch die Niederlage bleiben die Bayern mit weiterhin 38 Zählern Vierter.

Die Spannung steigt auch im Tabellen-Keller

Neuville (re.) feiert seinen Treffer zum Gladbacher Sieg (Quelle: AP)

Neuville (re.) feiert seinen Treffer zum Gladbacher Sieg

Unterdessen wird es auch im Liga-Keller immer enger. Der FC Energie Cottbus, das heimschwächsten Team der Liga, blamierte Werder Bremen. Im Stadion der Freundschaft bezwangen die Lausitzer den Vizemeister aus der Hansstadt mit 2:1. Auch Mönchengladbach feierte endlich wieder einen Drei-Punkte-Erfolg. Die Elf vom Niederrhein besiegte Hannover 96 im heimischen Borussia-Park mit 3:2, bleibt aber trotzdem mit jetzt 16 Punkten Tabellenschlusslicht. Einen Zähler mehr auf dem Konto hat der Karlsruher SC auf Platz 17, der gegen Eintracht Frankfurt eine 0:1-Heimniederlage einstecken musste. Und das Westfalen-Duell zwischen Arminia Bielefeld und dem VfL Bochum endete 1:1-unentschieden. Damit rangiert die Arminia in der Tabelle mit 19 Punkten auf Platz 15, mit einem Punkt weniger haben die Bochumer Relegationsrang 16 inne. Zum Auftakt des 21. Spieltags gab es am Freitag im Revier-Derby zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund ebenfalls ein 1:1.

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