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Fußball

Der Kampf um die letzten WM-Tickets

Mit den Play-off-Hinspielen hat in Europa das Rennen um die letzten vier Fahrkarten zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika begonnen.

Der Russe Biljaletdinow jubelt über seinen ersten Treffer (Foto: AP)

Der Russe Biljaletdinow jubelt über seinen ersten Treffer

Russlands Premierminister Putin (r.) und Sloweniens Premierminister Pahor beobachten das Spiel mit ernster Miene (Foto: AP)

Ernste Mienen: Die Premier-Minister Putin (r.) und Pahor

Deutschlands Gruppen-Gegner Russland hat im Play-off-Hinspiel gegen Slowenien zwar den erhofften Heimsieg eingefahren, doch ein später Gegentreffer lässt die "Sbornaja" noch um die zehnte WM-Teilnahme bangen. Das Team des niederländischen Trainers Guus Hiddink kam im Luschniki-Park von Moskau nicht über ein 2:1 (1:0) gegen die Slowenen hinaus. Lange Zeit hatte es für die Gastgeber gut ausgesehen, denn Dinijar Biljaletdinow (40./51. Minute) brachte seine Mannschaft mit zwei Toren aussichtsreich in Führung. Der Anschlusstreffer durch den erst kurz zuvor eingewechselten Necj Pecnik drei Minuten vor dem Abpfiff der Partie hält für Slowenien nun allerdings alle Chancen offen.

75.000 Zuschauer sahen über weite Strecken einen Klassenunterschied. Die Gastgeber waren die überlegene Mannschaft und bestimmten angeführt von ihrem starken Spielmacher Andrej Arschawin Ball und Gegner. Die Slowenen, bei denen die beiden Kölner Bundesligaprofis Milivoje Novakovic und Miso Brecko zum Einsatz kamen, können sich am Mittwoch (18.11.2009) im Rückspiel bereits mit einem 1:0-Erfolg erstmals für eine WM-Endrunde qualifizieren.

Griechenland enttäuscht

Trainer Otto Rehhagel grantelt am Spielfeldrand (Foto: AP)

Rehhagel droht Aus

Dem deutschen Trainer Otto Rehhagel droht erneut bei einer WM- Endrunde nur die Zuschauerrolle. Der gebürtige Essener kam mit der griechischen Nationalmannschaft im Play-off-Hinspiel gegen die Ukraine nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinaus. Die Griechen boten den 40.000 Zuschauern im Olympiastadion von Athen eine schwache und ideenlose Vorstellung.

Die Gäste um den Münchner Bundesliga-Profi Anatoli Timoschtschuk überzeugten durch eine kluge Raumaufteilung und eine stabile Defensive. Rehhagels Team um den Leverkusener Theofanis Gekas hatte durch einen Kopfball des Ex-Frankfurters Sotirios Kyrgiakos in der Nachspielzeit die beste Torchance. In der ersten Halbzeit war ein Treffer von Gekas nicht anerkannt worden. Der Leverkusener hatte im Abseits gestanden. Mit dem torlosen Remis steht der Europameister von 2004 im Rückspiel am kommenden Mittwoch (18.11.2009) in Donezk vor dem Aus.

Frankreich gewinnt in Irland

Der Ire Richard Dunne (l.) im Zweikampf mit dem Franzosen Pierre Gignac (Foto: AP)

Der Ire Richard Dunne (l.) im Zweikampf mit dem Franzosen Andre Pierre Gignac

Die zuletzt heftig kritisierte französische Nationalmannschaft hat einen großen Schritt in Richtung WM gemacht. Das Team des umstrittenen Trainers Raymond Domenech kam mit viel Glück zu einem 1:0 (0:0) in Irland. Den entscheidenden Treffer erzielte Nicolas Anelka in der 72. Minute. Allerdings konnte die "Èquipe tricolore" gegen die lauffreudigen Iren in keiner Phase des Spiels überzeugen. Giovanni Trapattoni, der italienische Starcoach in irischen Diensten wollte ein Gegentor unbedingt vermeiden. Das gelang nicht, Frankreich genügt damit im Rückspiel bereits ein Unentschieden zur Qualifikation für die WM.

Portugal im Glück

Ohne Superstar Cristiano Ronaldo, der das Spiel verletzt von der Tribüne aus verfolgte, hat Portugal das Play-off-Hinspiel gegen Bosnien-Herzegowina mit 1:0 (1:0) gewonnen. Bruno Alvez gelang der Siegtreffer bereits in der 31. Minute. Die Bosnier, die mit den vier Bundesliga-Profis Zvjezdan Misimovic, Edin Dzeko, Vedad Ibisevic und Sejad Salihovic aufgelaufen waren, hatten ihrerseits reichlich Chancen zum Ausgleich, scheiterten aber mehrfach an Latte oder Pfosten. Im Rückspiel am kommenden Mittwoch braucht Bosnien jetzt einen Sieg mit zwei Toren Differenz, um das große Ziel WM-Teilnahme doch noch erreichen zu können.

Die Entscheidungen in Afrika

Der Ägypter Zaki (m.) betet nach seinem Treffer zum 1:0. Er kniet in der Mitte seiner Mannschaftkameraden (Foto: AP)

Der Ägypter Zaki (m.) betet nach seinem Treffer zum 1:0

In der Afrika-Ausscheidung haben sich die Nationalteams aus Nigeria und Kamerun für die WM qualifiziert. Die "Super Eagles" aus Nigeria behielten mit 3:2 (0:1) in Nairobi gegen Kenia die Oberhand und überholten in der Gruppe B noch den bisherigen Spitzenreiter Tunesien, der überraschend 0:1 (0:1) in Mosambik verlor. Kamerun verteidigte hingegen durch ein 2:0 (1:0) in Marokko seine Top-Position in der Gruppe A vor Gabun, das beim 0:1 (0:0) in Togo den Kürzeren zog.

Unterdessen darf Ägyptens Nationalmannschaft weiter auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft hoffen. Die Ägypter erzielten in der Gruppe C der Afrika-Ausscheidung einen 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen Algerien. Da beide Teams nun punkt- und torgleich sind, ist am Mittwoch (18.11.2009) ein Entscheidungsspiel im Sudan notwendig. Allerdings trieben die Hausherren die Spannung auf die Spitze: Zwar gelang Amr Zaki (2.) die frühe Führung. Doch erst in der 5. Minute der Nachspielzeit traf Meteb Abutreika zum erlösenden 2:0.

Neuseeland hat es geschafft

Auch Neuseeland steht als WM-Teilnehmer fest. Im Play-off-Rückspiel gegen den Bahrain siegten die Gastgeber in Wellington mit 1:0 (1:0) und nehmen damit nach 1982 in Spanien zum insgesamt zweiten Mal an einer Fußball-Weltmeisterschaft teil. Außerdem hat Uruguay, Fünfter in der südamerikanischen WM-Qualifikation, im Hinspiel der Relegation beim Vierten aus der Nord- und Mittelamerikagruppe, Costa Rica, einen Schritt in Richtung Südafrika gemacht. Uruguay ging mit 1:0 (1:0) als Sieger vom Platz. Damit hat der Weltmeister von 1930 und 1950 beste Chancen, im Rückspiel am Mittwoch (18.11.2009) die insgesamt elfte WM-Qualifikation in der Geschichte des uruguayischen Fußballverbandes klar zu machen.

Autor: Calle Kops (sid/dpa)

Redaktion: Joachim Falkenhagen