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Global Ideas

Der Kampf gegen die Quallen

Das Mittelmeer wird von Quallenplagen heimgesucht. Forscher und Fischer haben eine Idee, die das Problem eindämmen soll und auch Einkommen schafft: Sie sammeln die Tiere ein und verkaufen sie an die Medizin.

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Projekt: länderübergreifendes Präventions- und Forschungsprogramm zur Quallenplage im Mittelmeer, gefördert durch EU und Kooperationspartner in den Anrainer-Ländern
Größe: beteiligt sind unter Federführung Italiens auch Tunesien, Malta und Spanien
Ziel: Quallenplage wissenschaftlich untersuchen, Präventionsmaßnahmen für den Tourismus schaffen, neue Einkommensquellen für Fischer
Budget: 2,6 Millionen Euro für das Gesamtprojekt

Quallen überschwemmen das Mittelmeer. Gerade im Hochsommer herrschen für die Tiere ideale Bedingungen. Der Klimawandel hilft dabei, die Populationen im ganzen Mittelmeer zu verbreiten. Lokale Fischer sind davon genauso betroffen wie die Tourismus-Wirtschaft vor den nordafrikanischen Küsten. In Tunesien ist das Ausmaß derart groß, dass Fischer, Forscher und Ministerien dringend nach einem Ausweg suchen. Ein EU-Projekt der Mittelmeerstaaten gemeinsam mit Tunesien versucht nachhaltige Lösungen für die Ausbreitung der "Schädlinge" zu finden. Den Fischern machen vor allem die eingewanderten Quallenarten zu schaffen. Außerdem bevölkern sie die Badebuchten und vertreiben die Touristen. Professor Néjib Daly ist Meeresbiologe an der tunesischen Universität in Bizerte. Er und seine Kollegen legen in mehreren Metern Tiefe Netze aus, die verhindern sollen, dass die Plagegeister in die Fischgründe und Baderegionen treiben. In Zusammenarbeit mit dem nationalen Landwirtschafts-Institut will Tunesien die Quallenplage zudem wirtschaftlich nutzen. Aus den Quallen werden kollagene Substanzen für die Kosmetikindustrie gewonnen. Daran können auch die Fischer mitverdienen.

Ein Film von Julia Henrichmann

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