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Pressekonferenz in New York

Der künftige US-Präsident Trump stellt sich den Medien

Seit seinem Sieg bei der Wahl im November hat der künftige US-Präsident Trump nur über Twitter kommuniziert. Jetzt gab er seine erste Pressekonferenz - mit teils harten Wortgefechten mit den versammelten Journalisten.

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Trump weist Vorwürfe zurück

Im Hochhaus Trump-Tower in New York stellt sich der designierte US-Präsident Donald Trump den Fragen von Journalisten. Der Republikaner erwartet, dass Russland und China während die USA seiner Präsidentschaft viel mehr respektieren werden, als bisher. Trump bekräftigt seine Absicht, um die Einwanderung in die USA zu stoppen, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen. Damit werde sofort nach seinem Amtsantritt begonnen. Die von seinem Vorgänger Barack Obama geschaffene Krankenversicherung "Obamacare" nennt Trump einen völligen Fehlschlag. Trump verteidigt die Berufung von Geschäftsleuten in sein künftiges Kabinett. Sie brächten Sachverstand für die Handels- und Wirtschaftspolitik mit. 

Trumps Firmenimperium geht an seine Söhne

Die Anwältin Trumps, Sheri Dillon, teilt mit, der 70-Jährige übergebe sein Firmenimperium an seine beiden Söhne. Damit sollen Interessenkonflikte vermieden werden. Der Konzern werde während Trumps Präsidentschaft keine neuen Geschäfte mit dem Ausland abschließen. In den vergangenen Wochen seien mehr als 30 geplante Geschäfte mit ausländischen Partnern abgesagt worden, erklärt Dillon.      

Zum Auftakt der Pressekonferenz hatte Trump den Medien gedankt. die die von ihm als "Fake news" bezeichneten Meldungen nicht aufgegriffen hätten, wonach der russische Geheimdienst über kompromittierendes Material über ihn verfüge. Diese Berichte seien völlig falsch. Sie hätten niemals veröffentlicht werden dürfen.

Vorwürfe gegen Russland

Gleichzeitig wies Trump  Russland die Verantwortung für die Hacker-Angriffe im US-Präsidentschaftswahlkampf zu. "Ich denke, es war Russland", sagte der künftige Staatschef. In den vergangenen Wochen hatte Trump entsprechende Erkenntnisse der US-Geheimdienste noch in Frage gestellt. Er sei aber auch der Meinung, dass es noch von anderen Ländern Hackerangriffe auf die USA gegeben habe. 

Trump hatte sich in den vergangenen Wochen für ein besseres Verhältnis zu Russland ausgesprochen. "Wir werden sehen, was ich für ein Verhältnis zu Russland haben werde", sagte er jetzt zu den Journalisten. Es sei nicht sicher, wie das aussehen werde. Er hoffe, dass er mit dem russischen Präsdidenten Wladimir Putin auskommen werde. "Ich hoffe, ich komme mit Putin klar. Kann gut sein, dass nicht.".

Der designierte Präsident bekräftigte, er wolle der größte Arbeitsplatzbeschaffer der USA aller Zeiten sein. Trump wiederholte damit ein entsprechendes Versprechen aus dem Wahlkampf. Er werde sehr hart daran arbeiten, sagte Trump. "Ich habe eine Bewegung, die niemand erwartet hat."

"Du bist Fake-News"

Trump lieferte sich streckenweise ein hartes Gefecht mit einigen Journalisten und drohte den Medien mit Sanktionen. Die Online-Plattform BuzzFeed bezeichnete er als "einen versagenden Haufen Müll". BuzzFeed hatte das Dossier, in dem unter anderem von Sexvideos mit Prostituierten in einem Moskauer Luxushotel 2013 bei einem Trump-Besuch in der russischen Hauptstadt die Rede ist, komplett ins Netz gestellt. Dem CNN-Reporter Jim Acosta attestierte Trump: "Du bist Fake-News." Acosta hatte mehrfach versucht, eine Frage an Trump zu stellen, dieser wies ihn aber wiederholt zurück ließ die Frage schließlich nicht zu. Das Wortgefecht zwischen beiden wurde zum vielbeachteten Thema in sozialen Medien. Der Reporter erklärte später auf CNN, Trumps Sprecher Sean Spicer habe angedroht, ihn aus dem Raum werfen zu lassen, falls er weiter versuche, seine Frage zu stellen. Auch eine Frage eines Reporters der britischen BBC, ob Trump persönliche Konsequenzen ziehen würde, falls sich Teile der Vorwürfe erhärten sollten, beantwortete der künftige US-Präsident schroff und knapp: "Sie erhärten sich nicht."

wl/sti (rtr,dpa)

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