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Iran

Der Iran will weiter aufrüsten

Irans Präsident Rohani hat einen Ausbau der militärischen Kapazitäten und des Raketenprogramms seines Landes angekündigt. Kritik aus dem Ausland lässt den als moderaten Reformer geltenden Staatschef erstaunlich kalt.

Iran Hassan Rohani (Getty Images/AFP)

Rohani bei der Militärparade am Jahrestag des Beginns des ersten Golfkriegs

"Wir werden unsere militärischen Fähigkeiten stärken, die zur Abschreckung notwendig sind," sagte der iranische Präsident Hassan Rohani (Artikelbild) in einer Fernsehansprache. Rohani äußerte sich am Jahrestag des Beginns des ersten Golfkriegs zwischen den Nachbarländern Iran und Irak im Jahr 1980.

Auch wenn der politisch instabile und unter regelmäßigen Terroranschlägen leidende Irak heute keine Bedrohung mehr darstellt, hält Rohani eine weitere Aufrüstung offenbar für notwendig. "Wir werden nicht nur unsere Raketen, sondern auch unsere Luft-, Land- und Seestreitkräfte stärken", kündigte er in seiner Rede an.

Ruhani unbeeindruckt von Kritik

Der jüngsten Kritik von US-Präsident Donald Trump an der Führung in Teheran entgegnete Rohani, er werde "niemanden um Erlaubnis fragen", wenn es um die Verteidigung des Landes gehe. "Ob sie wollen oder nicht, wir werden unsere militärischen Fähigkeiten stärken, die zur Abschreckung notwendig sind."

Trump hatte den Iran zu Beginn der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York als destabilisierende Kraft in der Region angeprangert und angedroht, das 2015 in Kraft getretene Atomabkommen mit dem Land aufzukündigen. Unterstützung bekam der US-Präsident zumindest teilweise aus Frankreich. Präsident Emmanuel Macron bezeichnete einen Ausstieg aus dem Abkommen zwar als "schweren Fehler", forderte aber, die Vereinbarung um mehrere Punkte zu ergänzen. So müssten unter anderem Einschränkungen für die Entwicklung ballistischer Raketen eingefügt werden.

djo/rb (afp, rtr)