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Fußball

Der HSV enttäuscht erneut

Kein Tor zwischen Hamburg und Hannover, Wolfsburg putzt Hoffenheim. An der Spitze zeigt der FC Bayern dem S04 die Grenzen auf und Leverkusen verabschiedet sich aus dem Titelrennen. Dortmund redet jetzt mit um Platz drei.

Keinen Schritt weiter: 96-Coach Slomka (r.) und HSV-Trainer Labbadia. (Foto: apn Photo/Joerg Sarbach)

Nicht weiter: 96-Coach Slomka (r.) und HSV-Trainer Labbadia

Der Hamburger SV und Hannover 96 haben am 29. Spieltag einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Am Ende des Nordderbys stand ein torloses Remis, was beide Teams nicht voran bringt. Während das Resultat für die Hansestädter einen weiteren Rückschlag im Kampf um einen Platz in der Europa League bedeutete, verpassten die Niedersachsen damit den Sprung auf den Relegationsplatz. Dennoch versuchte 96-Coach Mirko Slomka das Positive mitzunehmen: "Es ist nur ein Punkt, aber es ist zumindest mal ein moralischer Sieg. Hier ging es uns darum, den einen Punkt den man vor dem Spiel in der Hand hatte zu behalten und das haben wir mit Bravour, zumindest was die kämpferische Leistung angeht, auch getan." Hannover bleibt also Tabellenvorletzter, mit einem Zähler Rückstand auf Platz 16. Der HSV ist mit 45 Punkten Sechster, hat allerdings nur einen Punkt Vorsprung vor Stuttgart und Frankfurt.

Klarer Heimsieg der Wölfe

Wolfsburgs Misimovic gratuliert Dzeko (l.) zu seinem Doppelpack. (Foto: apn Photo/Eckehard Schulz)

Misimovic (r.) gratuliert Dzeko zu seinen beiden Treffern

Titelverteidiger VfL Wolfsburg hat 1899 Hoffenheim mit einem deutlichen 4:0 (1:0)-Heimsieg in die Schranken verwiesen und damit wieder das internationale Geschäft ins Visier genommen. Herausragender Akteur auf Seiten der Wölfe war erneut Stürmer Edin Dzeko der mit seinen Saisontreffern 17 und 18 in der Torjägerliste zu Schalkes Kevin Kuranyi und Stefan Kießling von Bayer Leverkusen aufschloss. Entscheidendes Plus auf Seiten der Gastgeber war deren erstklassige Chancenverwertung. Entsprechend meinte auch Wolfsburgs Interims-Trainer Lorenz-Günther Köstner: "Es war wichtig, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Heute hatten wir einige Male Glück", und ergänzte: "Wenn wir unsere Chancen bekommen, haben wir Spieler, die ein Spiel für uns entscheiden." Und denen hat Wolfsburg jetzt 43 Punkte, Rang 9 und den neuerlichen Traum von der Europacup-Qualifikation zu verdanken.

Bayern zeigt Schalke abermals die Grenzen auf

Sieht so der kommende Meister aus? Die Mannschaft von Bayern München feiert den Auswärtsieg auf Schalke vor der eigenen Fankurve. (Foto: AP Photo/Martin Meissner)

Sieht so der kommende Meister aus? Der FC Bayern feiert den Sieg auf Schalke vor der Fankurve

Am Samstag (03.04.2010) hat der FC Bayern wieder die Tabellenführung vor Schalke 04 übernommen. Anderthalb Wochen nach dem 1:0-Sieg im Halbfinale des DFB-Pokals fügte der deutsche Rekordmeister den Königsblauen erneut eine bittere Heimniederlage zu. Die Münchner siegten auf Schalke mit 2:1 (2:1) und haben nun mit 59 Punkten einen Zähler mehr auf dem Konto als die Schalker. Bayern-Trainer Louis van Gaal wirkte anschließend erleichtert: "Ich denke, dass es ein schwieriges Spiel war. Glücklicherweise haben wir zwei Tore geschossen. In der zweiten Halbzeit haben wir keine einzige Chance zugelassen." Daher glaube er, dass dieser Sieg hoch verdient gewesen sei, ergänzte Van Gaal.

Bayer bangt um die Champions-League-Teilnnahme

Leverkusens Trainer Jupp Heynckes (l.) diskutiert mit Schiedsrichter Wolfgang Stark. Frankfurt gewinnt gegen Leverkusen mit 3:2. (Foto: Arne Dedert dpa/lhe)

Bayer-Coach Heynckes (l.) diskutiert mit Schiri Stark

Weiter an Boden verlor Bayer Leverkusen. Der ehemalige Tabellenführer kassierte bei Eintracht Frankfurt eine 2:3 (1:1)-Schlappe und muss seine Titelträume damit wohl endgültig begraben. Mit 53 Punkten rangiert Leverkusen zwar weiterhin auf Platz drei, bangt allerdings jetzt sogar um die Champion-League-Qualifikation, nachdem Borussia Dortmund durch ein 2:1 (2:0) im Verfolgerduell gegen Werder Bremen bis auf einen Punkt an die Werkself heranrückte. Dennoch zeigte sich Trainer Jürgen Klopp nicht uneingeschränkt zufrieden mit seinen Dortmundern: "Wir haben uns in der zweiten Halbzeit, als Werder angefangen hat lange Bälle zu schlagen, nicht gut verhalten. Dadurch hatten sie eine Dominanz die unnötig war. Dass wir natürlich im Umkehrschluss viele Riesenkonterchancen hatten die wir nicht genutzt haben, das ist auch Fakt." Deswegen ginge es in Ordnung, dass seine Mannschaft knapp gewonnen habe, resümierte Klopp.

Mit viel Moral hat der VfB Stuttgart seine Chancen auf einen Europa-League-Platz gewahrt. Beim verdienten 2:1 (0:1)-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach gelang es den Schwaben einen frühen Rückstand noch umzudrehen.

Nürnberg ist der Gewinner im Abstiegskampf

Der Nürnberger Mike Frantz jubelt über seinen Treffer zum 1:0. (Foto: Daniel Karmann dpa/lby)

Der Nürnberger Frantz jubelt über seinen Treffer zum 1:0

Dank des vierten Heimsieges hat der 1. FC Nürnberg einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib gemacht. Mit dem 2:0 (2:0)-Erfolg im Aufsteiger-Duell gegen den harmlosen FSV Mainz 05 blieb der FCN zum vierten Mal nacheinander zu Hause ohne Niederlage und rangiert jetzt mit 28 Punkten auf Position 14.

Im Schlüsselspiel um den Klassenverbleib haben weder der SC Freiburg noch der VfL Bochum den richtigen Dreh gefunden. Die beiden Kellerkinder trennten sich in Freiburg 1:1 (1:1) und verpassten damit beide den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Bochum steht punktgleich mit Nürnberg auf Position 15, Freiburg mit 25 Zählern auf Rang 16.

Unterdessen darf Schlusslicht Hertha BSC wieder ein wenig mehr auf den Klassenerhalt hoffen. Die Berliner gewannen beim 1. FC Köln verdient mit 3:0 (2:0) und verkürzten durch den vierten Auswärtssieg der Saison den Rückstand zum Relegationsplatz 16 auf drei Punkte.

Autor: Calle Kops

Redaktion: Tobias Oelmaier

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