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Reise

Der Himmel über Frankfurt

Keine deutsche Stadt sieht so viele Besucher - und so gut wie keiner kommt wegen Sehenswürdigkeiten. In Frankfurt steigt man um oder macht Geschäfte. Dabei hat die Stadt hat mehr zu bieten als Business und Flughafen.

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Blick auf Frankfurt

Frankfurt ist eine Stadt der Superlative: Es ist die Stadt der Finanzen in Deutschland. Um die 400 Banken haben hier ihren Sitz, die vielen Hochhäuser beherbergen das Bankenviertel. Nirgendwo in Deutschland existiert eine so atemberaubende Skyline. Und natürlich ist da der Flughafen - einer der größten der Welt. An Spitzentagen werden bis zu 1400 Starts und Landungen gezählt, 119 Fluggesellschaften verbinden von hier 304 Zielorte in 110 Länder.

Goethes Heimatstadt

Dresdner Bank Zentrale in Frankfurt

Die Zentrale der Dresdner Bank in Frankfurt, davor das Goethe-Denkmal

Doch Frankfurt hat wirklich mehr: Es ist eine alte Stadt, der Legende nach von Kaiser Karl dem Großem im 8. Jahrhundert gegründet. Im Mittelalter wurden hier die Könige und Kaiser gekrönt - und der wohl wichtigste deutsche Dichter Johann Wolfgang Goethe wurde in Frankfurt geboren. Sein Elternhaus ist eines der meist gefragten Ziele bei Taxifahrern. Wer sich zu Fuß dorthin auf den Weg macht geht zunächst einmal durch die Kaiserstraße, die vom Bahnhof in die Innenstadt führt. Früher war es ein hochherrschaftliches Wohnviertel. Heute befinden sich hier die Büros von Fluglinien, Reisebüros, Hotels. Im großen Hirschgraben steht das spätbarocke Elternhaus des Dichters. Seit 1863 ist es Gedenkstädte mit Mobiliar und Bildern aus der Goethezeit. Im Haus nebenan ist das Goethemuseum untergebracht.

Phönix aus der Asche

Frankfurt ist im zweiten Weltkrieg schwer zerstört worden. 1944 wurde in einer Nacht 80 Prozent des Altstadtkerns in Schutt und Asche gelegt. Heute erinnert das Stadtbild fast schon an die Skyline von New York. Frankfurt am Main wird deshalb auch liebevoll "Mainhattan" genannt. Einer der höchsten Wolkenkratzer ist der Main Tower, der im Januar 2000 eingeweiht wurde. Das Gebäude besteht aus zwei Türmen, einer mit einem quadratischen Grundriss, der andere mit einem zylindrischen. Der gläserne zylindrische Turm ist 200 Meter hoch und in Teilbereichen öffentlich zugänglich.

Frankfurt Skyline

Frankfurter Skyline

Von der Aussichtsplattform des Main Towers hat man einen phantastischen Blick auf die Skyline und das Bankenviertel. Wahrzeichen der Stadt ist seit 1997 die im Grundriss dreieckige Commerzbankzentrale. Sie ist mit dreihundert Metern inklusive Antenne das höchste Bürogebäude Europas, konzipiert von Stararchitekt Norman Foster. Daneben ragen die Zwillingstürme der Deutschen Bank empor, deren Fassade im Stil der 1980er-Jahre komplett verspiegelt ist. In den nächsten Jahren sollen noch mehr Wolkenkratzer das Stadtbild ergänzen, bisher sind 20 neue Gebäude in Planung.

Treff bei einem Glas Äppelwoi

Früher galt das Bankenviertel abends als ausgestorben. Mittlerweile gibt es Bars und andere Vergnügungsmöglichkeiten. Doch gerade junge Leute zieht es auf die andere Mainseite, in den südlichen Teil Frankfurts, zum Beispiel in die Sachsenhäuser Altstadt. Dort befinden sich die berühmten Apfelweinlokale. Hier treffen sich Banker, Künstler, Studenten und Touristen bei einem Glas Äppelwoi, der aus gegorenem Apfelsaft hergestellt wird.

Paulskirche in Frankfurt am Main

Die Paulskirche in Frankfurt

Die Zeil, benannt nach der ersten Häuserzeile die dort gebaut wurde, ist die große Frankfurter Einkaufsstraße. Im Mittelalter wurde hier der Viehmarkt abgehalten. Frankfurt ist die Stadt, in der das verfassunggebende Parlament der Revolution von 1848/49 tagte, in der Paulskirche. Die klassizistische Sandsteinkirche war während des zweiten Weltkriegs zerstört worden, und später dann als eines der ersten Gebäude der Altstadt wieder aufgebaut.

Viele Stunden Kultur

Capture von Minerva Cuervas, Ausstellung: Urban Tension in Frankfurt a.M.

Die Schirn-Kunsthalle in Frankfurt 2002

Nur einen Katzensprung von der Paulskirche entfernt liegt der Römerberg, das Zentrum der Altstadt. Der kopfsteingepflasterte Platz ist ruhig und beschaulich. Vereinzelt bestaunen Touristen die nachgebauten Fachwerkhäuser, die den Platz säumen. Überragt wird die Altstadt vom Kaiserdom, der bis Ende des 18. Jahrhunderts über 200 Jahre lang als Krönungsstätte diente. Vor dem Dom befinden sich einige römische Ausgrabungen, gegenüber ein modernes Bauwerk der 1980er-Jahre, die "Schirn". Das Museum "Schirn" beherbergt 2000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Neben der "Schirn" weist das kulturelle Angebot der Stadt knapp 30 weitere Museen sowie 22 Theater auf. (pg)

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