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Filme

Der "härteste Film Deutschlands" kommt in die Kinos

Während der Berlinale wurde "Chiko" kontrovers diskutiert. Der seitdem mit Spannung erwartete Gangsterfilm von Produzent Fatih Akin kommt jetzt in die Kinos. Auch die anderen Filmstarts versprechen einiges.

Szene aus dem Film. Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu hat eine Waffe gezogen

Mit Spannung erwartet: Der Gangsterfilm "Chico" schont seine Zuschauer nicht

Der härteste Film Deutschlands: " Chiko "

Dieser Streifen sorgte bereits auf der Berlinale für Aufsehen: Die Präsentation des Gangsterfilms von Produzent Fatih Akin ("Auf der anderen Seite", "Kurz und Schmerzlos") platzte mitten in die von Roland Koch entfachte Diskussion um Jugend- und Ausländerkriminalität über Ausländer.

"Wenn du Respekt kriegen willst dann darfst du keinem Respekt zeigen" so lautet das Motto von Chiko (Denis Moschitto), einem türkischen Kleindealer der vom Aufstieg träumt. Dafür würde er über Leichen gehen - das muss er auch, wenn er es in seiner Welt zu etwas bringen will. Da machen sich Chiko und sein Freund Tibet (Volkan Özcan) keine Illusionen. Sie sind im Hamburger Vorstadtghetto aufgewachsen. Um Respekt und vor allem Geld zu verdienen demoliert Chiko mit seinem Freund Tibet die Wohnung von Big Boss Brownie (Moritz Bleibtreu), einem Drogendealer für den die beiden Freunde fortan arbeiten. Als aber Tibet den Big Boss hintergeht, kommt es zu einer Zerreißprobe. Chiko muss sich entscheiden, was zählt: die Loyalität zu seinem besten Freund - oder sein Bedürfnis nach Anerkennung und der unbedingte Wille, nach oben zu kommen.

Freigegeben ab 16 Jahren schont der 92-minütige Streifen seine Zuschauer nicht und zeigt psychisch wie physisch brutale Szenen. Die Ursprungsfassung des Drehbuchs wurde zunächst abgelehnt, unter anderem wegen der Brutalität. Özgür Yildirim, der mit "Chiko" sein Regie-Debüt vorlegt, überarbeitete das Skript und konnte die Förderanstalten sowie den NDR überzeugen.

Szene aus dem Film. Marcelline mit ihrem Partner auf der Bühne.

Kurz vor ihrem 40. Geburtstag beschließt die Theaterschauspielerin Marcelline aus ihrem Alltag auszubrechen

Tragikkomödie: "Actrices… oder der Traum aus der Nacht davor"

Singel, 40, kinderlos. Das eigene Leben verändern, ohne sich selbst zu verändern - das versucht die Hauptdarstellerin Marcelline (Valeria Bruni Tedeschi) in der französischen Tragikkomödie "Actrices… oder der Traum aus der Nacht davor".

Die 40-jährige Schauspielerin Marcelline (Valeria Bruni Tedeschi) steckt in einer Sinnkrise. Nicht nur, dass sie sich wegen ihrer Rolle in einer Komödie Turgenjews mit einem unfähigen Regisseur auseinandersetzen muss, seit ihrem letzten Frauenarztbesuch verfolgt sie auch noch der Gedanke, dass sie ein kinderloser Single ist, dessen biologische Uhr tickt. Die Mutter, die Marcelline wieder mit ihrem Exfreund verkuppeln möchte, macht ihr das Leben auch nicht leichter. Die gefeierte Schauspielerin fragt sich: was war überhaupt - was erwartet mich noch? Da findet sich der Geist ihres verstorbenen Vaters zum nächtlichen Zwiegespräch auf dem Familiensofa ein, und der rätselhaft verführerische Schauspielerkollege Èric tritt von der Bühne in ihr Leben. Traum und Wirklichkeit, Hingabe und Eigensucht, Leben, Erinnerung und Fiktion beginnen sich zu verweben und zu durchkreuzen.

Die französische Schauspielerin Valeria Bruni-Tedeschi führte zum zweiten Mal Regie und erzählt mit viel Ironie von Neurosen, unerfüllte Träumen und Lebenswegen. Gleichzeitig übernahm sie die Hauptrolle und schrieb am Drehbuch mit. Das Ergebnis ist eine dramatische Komödie mit Anspruch.

Szene aus dem Film. Bagi mit der Kohlediebin Zolzaya.

Bagi rettet die Kohledibin Zolzaya und kommt hinter eine Verschwörung

Anspruchskino: "Khadak"

Khadak: das ist meditatives Arthouse-Kino um einen jungen Schamanen und den Konflikt zwischen Tradition und Moderne in der Mongolei. Kritisch und anklagend thematisieren Peter Brosens und Jessica Woodworth die Vertreibung traditioneller Hirten aus der Natur mit beeindruckenden und bisweilen verstörenden Bildern.

Die halb magische, halb realistische Fabel erzählt über den 17-jährigen Hirtenjungen Bagi (Khayankhyarvaa Batzul), der mit seiner Familie in der einsamen mongolischen Steppe lebt und sich gegen die vom Vater vererbte Berufung zum Schamanen sträubt. Als eines Tages vermummte Soldaten die Evakuierung wegen einer mysteriösen Schafseuche anordnen, müssen sie in eine unwirtliche Bergarbeiter-Trabantenstadt umziehen. Bagi erfährt ausgerechnet dort sein schamanistisches Erweckungserlebnis und rettet der Kohlediebin Zolzaya (Byamba Tsetsegee) das Leben. Dabei findet er heraus, dass die Seuche nur ein Vorwand war, alle Nomaden endgültig umzusiedeln. Mit Hilfe der Kohlediebin plant er den Aufstand.

Der belgische Anhropologe Peter Brosens und die amerikanische Journalistin Jessica Woodworth, sind eigentlich als Dokumentarfilmer bekannt. Mit "Khadak" liefern sie sprödes wie meditatives Kino für anspruchsvolle Zuschauer, das sich in der Grauzone zwischen Dokumentation und Fiction bewegt

Der Schauspieler Maxim Mehmet musiziert am Dienstag (08.04.2008) auf der Premierenfeier zum Kinofilm Fleisch ist mein Gemüse

Die Pubertät kann grausam sein. In "Fleisch ist mein Gemüse" muss Heinz damit fertig werden

Der Film zum Buch: "Fleisch ist mein Gemüse"

Nach dem Musical zum Buch, dem Hörspiel zum Buch und dem Hörbuch zum Buch startet am Donnerstag nun also auch der Film zum Buch "Fleisch ist mein Gemüse" von Kultautor Heinz Strunk. Der bisher nur aus Fernsehproduktionen bekannte Regisseur Christian Görlitz gibt damit sein Kinoregiedebüt und baut sogar den Autor der autobiographischen Drehbuchvorlage in die Handlung ein.

In einer erschreckend detailgenauen Darstellung der 80er Jahre träumt Heinz (Maxim Mehmet) den Traum vom Tellerwäscher zum Plattenboss. Der junge Mann, der im tristen Hamburger Arbeiterviertel Harburg aufwächst, muss sich nicht nur mit einer schwerkranken, depressiven Mutter, sondern auch mit einer Akne herumplagen, die seinen Körper komplett mit hässlichen Eiterpusteln übersät. Die einzige tagesfüllende Beschäftigung: das gemeinsame Rauchen und Trinken mit der suizidgefährdeten, fettleibigen Nachbarin. Als seine Mutter nach einem schweren Anfall in eine Klinik eingeliefert wird, steht Heinz gezwungenermaßen auf eigenen Beinen. Durch Zufall erhält er das Angebot bei der Coverband "Tiffanys", die zu allerlei kleineren und mittelgroßen Anlässen auftritt, als Saxophonist beitreten zu können.

Eine melancholisch-schräger Film über dessen Genre sich selbst die am Film beteiligten Personen uneins sind. "Irgendwo zwischen Tragikomödie mit dem Akzent auf der Tragik" (Regisseur Christian Görlitz) und "Komödie von einem Kaliber wie Trainspotting" (Produzentin Susanne Freyer) ist die Comedy of Age Story also anzusiedeln.

Szene aus dem Film. Hauptdarsteller Tom Ludlowwird mit einer Waffe bedroht

Verspricht ein Blockbuster zu werden: "Street Kings" mit Keanu Reeves

Blockbuster: Street Kings

"Street Kings" basiert auf einer Vorlage des Krimi-Bestseller-Autors James Ellroy, der hier auch das erste Mal am Drehbuch mitgearbeitet hat. Seine Markenzeichen, der lakonische Humor, der atmosphärisch dichte Erzählstil und die pessimistische Weltanschauung, kamen im Kino erstmals 1997 bei Curtis Hansons unkonventionellem Action-Puzzle "L.A. Confidential" zum Tragen, der neben begeisterten Kritiken auch zwei Oscars erhielt. Auch bei diesem unkonventionellen Cop-Thriller erweist sich Ellroy in Bestform.

Der altgediente LAPD-Cop Tom Ludlow (Keanu Reeves) setzt alles daran, die Mörder seines früheren Partners, Detective Terrance Washington (Terry Crews), zu finden. Nur mit Mühe hält ihn sein Vorgesetzter, Captain Wander (Forest Whitaker), davon ab, die Grenzen des Rechts zu überschreiten, worauf der interne Ermittler Captain Biggs (Hugh Laurie) nur wartet. Nachwuchscop Diskant (Chris Evans) steht ihm bei, als er quer durch Los Angeles fahndet.

Adrenalinspezialist David Ayer, Drehbuchautor von "Training Day" und "S.W.A.T.", sowie die Buchvorlage von James Ellroy bürgen für einen packenden und starbesetzten Polizeithriller. (fs)

Symbolbild Film Festival roter Teppich

Dossier KINO Favoriten: Die Besten des deutschen Films

Was sind die besten Dramen, die lustigsten Komödien, die Top-Schauspielerinnen und die größten Leinwandhelden? In der Serie "KINO Favoriten" präsentiert das DW-Filmmagazin seine ganz persönliche Auswahl.