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Podcast Wirtschaft

Der Gastgeber verfehlt seine Ziele

Weltklimakonferenz - warum Deutschland seine Ziele verfehlt +++ Industrieländer - Wie reich ist Polen? +++ Arbeiten wie die Musiker - was bringt die Gig Economy?

Audio anhören 16:32

Am kommenden Montag beginnt in Bonn die Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen. Verbindliche Abkommen werden wohl nicht unterzeichnet, stattdessen wartet viel Detailarbeit auf die Teilnehmer. Alles dreht sich um die Frage, wie das vor zwei Jahren in Paris vereinbarte Ziel erreicht werden kann, den globalen Temperaturanstieg zu begrenzen. Für die Deutschen ist es die größte zwischenstaatliche Konferenz, die jemals in ihrem Land stattgefunden hat. Eigentlich wäre es auch eine gute Chance, sich als Vorreiter beim Umweltschutz zu präsentieren. Doch schon vor dem Gipfel ist klar: Deutschland wird seine eigenen Ziele zum Klimaschutz verfehlen.

Porträt des Gipfel-Präsidenten

Rund 25.000 Teilnehmer werden zur Klimakonferenz erwartet. Die hätte eigentlich auf den Fidschi-Inseln stattfinden sollen - doch der kleine Inselstaat im Südpazifik traute sich die Organisation einer solchen Riesenveranstaltung nicht zu, und so sprang Deutschland als technischer Gastgeber ein. Geleitet wird die Konferenz aber von Frank Bainimarama, dem Premierminister der Fidschi-Inseln. Da seine Heimat schon mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen hat und Nachbarländer wie Tuvalu oder Kiribati im Meer versinken, weiß er genau, was auf dem Spiel steht.

Ist Polen ein Industrieland?

Wenn es um den Reichtum von Nationen geht, wird mit unscharfen Begriffen operiert. Deutschland und andere reiche Staaten gelten als Industrieländer, Togo oder Bangladesch als Entwicklungsländer, und die, die irgendwo in der Mitte, etwa China oder Indien, werden Schwellenländer genannt. Aber wie steht es zum Beispiel mit Polen? Der Börsenindex-Betreiber FTSE Russel führte Polen lange unter Schwellenland, doch ab dem kommenden Jahr stuft er es als eines von 25 Industrieländern ein. Wird das der polnischen Entwicklung gerecht?

Arbeiten wie die Musiker

Die Art, wie wir arbeiten, wird sich grundlegend ändern, darin sind sich die meisten Wirtschaftsexperten einig. Es wird weniger feste Stellen mit Urlaub und Sozialleistungen geben, dafür mehr zeitlich befristete oder freiberufliche Tätigkeiten, bei denen der jeweilige Arbeitnehmer zugleich auch sein eigener Chef ist. In den USA nennt man das Gig Economy. Das Wort kommt aus der Sprache der Musiker. Ein Gig, das ist ein Auftritt, der wegen des Geldes angenommen wird.


Redakteur am Mikrofon: Andreas Becker
Technik: Karin Hennecke