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Fußball

Der finale Schuss

Südafrikas Traum vom Finale des Confed-Cups ist geplatzt. Trotz einer guten Leistung unterlagen die Gastgeber Titelverteidiger Brasilien mit 0:1. Der Treffer fiel erst kurz vor Schluss.

Kaka konnte seiner Mannschaft keine Impulse geben (Foto: dpa)

Brasiliens Kaka

Daniel Alves machte den Unterschied. 87 Minuten lang hatten sich die haushohen Favoriten aus Brasilien und die krassen Außenseiter aus Südafrika in Johannesburg neutralisiert. Die Chancen ließen sich nicht nur an einer Hand, sondern an einem Finger abzählen. Dann aber ließ sich Gilberto Silva an der Strafraumgrenze geschickt über das Bein seines südafrikanischen Gegenspielers fallen, Schiedsrichter Massimo Busacca pfiff Freistoß, und Alves legte sich den Ball zurecht. Kein Antäuschen, keine weiteren Spieler, nur Alves stand da, nahm fünf Schritte Anlauf und drosch den Ball ins rechte Eck, als wäre es eine Selbstverständlichkeit.

Müde Brasilianer

Aaron Mokoena köpft über das Tor (Foto: dpa)

Die einzige Chance: Aaron Mokoena köpft über das Tor

Der aufopferungsvolle Einsatz der Gastgeber blieb durch diesen Treffer unbelohnt. Südafrika muss sich damit trösten, die allerdings von einer langen Saison ziemlich ausgelaugten Weltstars aus Brasilien an den Rande einer Niederlage gebracht zu haben. Aber auch sie spielten sich nur eine echte Torchance heraus. Kapitän Aaron Kopoena köpfte Mitte der ersten Halbzeit über das Tor.

Die Titelverteidiger aus Brasilien enttäuschten nach ihren berauschenden Auftritten in der Vorrunde in allen Mannschaftsteilen. Die Abwehr um Bayern Münchens Lucio wirkte staksig und unkonzentriert, das hochgelobte Mittelfeld mit 65-Millionen-Mann Kaka ließ jegliche Kreativität vermissen und die Spitzen Luis Fabiano und Robinho hatten nicht eine echte Tormöglichkeit. Da musste schon der von Trainer Carlos Dunga in der Schlussphase eingewechselte Alves mit seinem gar nicht brasilianischen Gewaltschuss für die Entscheidung sorgen.

Erste Pleite nach 35 Spielen

Im Finale treffen die Brasilianer nun am Sonntag (28.06.09) auf den Favoritenschreck USA. Die US-Boys hatten das Endspiel durch einen 2:0-Sieg gegen Seriensieger und Europameister Spanien erreicht. Jozy Altidore und Clint Dempsey erzielten die Tore.

Landon Donovan setzt sich gegen Spaniens Sergio Ramos durch (Foto: AP)

Landon Donovan (links) setzt Spaniens Sergio Ramos durch

Für Spanien endete mit dieser Niederlage eine beachtliche Siegesserie. Die Iberer haben erstmals seit zweieinhalb Jahren und 35 Spielen (!) verloren. Sie bleiben aber Weltrekordhalter, denn keiner anderen Nationalmannschaft gelangen 15 Siege in Folge.

Für die USA bedeutet der Einzug ins Finale des Confed Cups den größten Erfolg in ihrer Länderspielgeschichte. Einziger Wermutstropfen war für sie die Rote Karte gegen Mönchengladbachs Michael Bradley, der nun im Endspiel zusehen muss. Bevor es zum großen Finale kommt, dürfen auch die Südafrikaner nochmal ran. Im Spiel um Platz drei treffen sie auf Spanien.

Bericht: Tobias Oelmaier
Redaktion: Benjamin Wüst

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