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Der Colón Ring

Der Film zum "Ring"

Den 200. Geburtstag von Richard Wagner im Blick, hat das Teatro Colón eine noch nie dagewesene Kurzfassung des Musikdramas "Der Ring des Nibelungen" inszeniert. Die Deutsche Welle war mit ihren Kameras exklusiv dabei.

Richard Wagners gewaltiges Musikdrama „Der Ring des Nibelungen“ ist im Teatro Colón in Buenos Aires in einer Kompaktfassung an einem Tag aufgeführt worden.

Regie führte Valentina Carrasco, bekannt durch die Theatergruppe "La Fura dels Baus". Die Besetzung war hochkarätig: Roberto Paternostro dirigierte das Orchester des Teatro Colón, Solisten waren unter anderem Linda Watson (Brünnhilde) und Stig Andersen (Siegmund). Premiere war am 27. November 2012.

Die Deutsche Welle hat gemeinsam mit Bernhard Fleischer Moving Images einen Dokumentarfilm und eine Multikamera-Aufzeichnung der circa siebenstündigen Version des berühmten Opernzyklus produziert.

Der Dokumentarfilm "Der Colón Ring - Wagner in Buenos Aires" in der Regie von Hans Christoph von Bock begleitet den Entstehungsprozess dieser ungewöhnlichen Inszenierung. Der Film soll für die Zuschauer unterhaltsam nachvollziehbar machen, wie "Der Ring des Nibelungen" als Musiktheater zu einem Gesamtkunstwerk, zum umfassenden Live-Erlebnis wird.

Zum Entstehungsprozess gehören auch die Schwierigkeiten, die eine solch ambitionierte Produktion mit sich bringt: Ursprünglich ist Katharina Wagner, die Urenkelin des Komponisten, als Opernregisseurin vorgesehen. Knapp sechs Wochen vor der Uraufführung sagt sie ihr Engagement jedoch ab und Valentina Carrasco übernimmt kurzerhand. Wie das Ensemble mit der neuen Situation umgeht und wie sich die neue Regisseurin in kurzer Probenzeit auf die Premiere vorbereitet, bestimmt den Spannungsbogen im Film. Der "Tag X" verleiht dem Vorhaben eine zwingende Dramaturgie und Dramatik. Bis zur Premiere am 27. November 2012 begleiten mehrere DW-Kamerateams dieses einzigartige Projekt vor und hinter der Bühne.

Tatsächlich ist "Der Colón Ring" die erste Inszenierung dieser Werkbearbeitung. Der renommierte Musikwissenschaftler Cord Garben hat das 16-stündige Mammutwerk dafür gekürzt. Seine siebenstündige Fassung kommt den Bedürfnissen des Musikbetriebs und auch der Rezeption entgegen, ohne auf wesentliche Elemente zu verzichten - vom Walkürenritt bis zu Brünnhildes Schlussgesang.

Die Ästhetik des Dokumentarfilms ist geprägt von zeitgemäßen Gestaltungsmitteln, die nicht typisch für herkömmliche Klassik-Produktionen sind. Ein aufwändiges grafisches Gestaltungskonzept sorgt für einen modernen Look, gedreht wurde im High Definition Standard. Die Mittel der Kameraarbeit umfassen sowohl "aus der Hand" gedrehte Reportagesequenzen als auch aufwändigere Umsetzungen etwa mit Dolly- und Kranfahrten.

Der Multikamera-Mitschnitt des Opernzyklus bildet die komplette Inszenierung ab und liefert elementare Sequenzen für den Dokumentarfilm. Der gesamte Mitschnitt der Inszenierung ist ebenfalls zentrales Element der DVD-Veröffentlichung.

Der 93-minütige Dokumentarfilm feiert am 14. April 2013 seine Kino-Premiere. Als Zweiteiler wird er am 11. und 18. Mai im Fernsehen der Deutschen Welle auf dem Sendeplatz "Im Focus" auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Arabisch gezeigt. Zusammen mit der Multikamera-Opernaufzeichnung erscheint "Der Colón Ring - Wagner in Buenos Aires" im Frühjahr beim Musiklabel "C Major" auf DVD und Blu-ray.