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Nahost

Der Fünfer-Zirkel

Mit seinem Kriegskabinett berät US-Präsident Bush alle Entscheidungen des Irak-Krieges. Auch bevor er den Befehl zum Angriff Donnerstagnacht gab, traf er sich ein letztes Mal mit seinen engsten Beratern. Wer sind sie?

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Bush und seine Berater

Bevor das Ultimatum an Iraks Diktator Saddam Hussein am Donnerstagmorgen um 2 Uhr ablief, hatte sich US-Präsident George Bush mit seinem Kriegsrat getroffen. Zum Schluss der Beratung gab er nach Informationen aus dem Weißen Haus, dem Amtssitz des amerikanischen Präsidenten, den Befehl zum ersten Militärschlag gegen den Irak. Alle Entscheidungen im Irak-Krieg berät Bush als oberster Befehlshaber der amerikanischen Streitkräfte mit diesem Kreis von Beratern. Dem Kriegsrat von Bush gehören seine fünf engsten Mitarbeiter an.

Sicherheitsberater Condoleezza Rice

Condoleezza Rice

Condoleezza Rice: Die 48-jährige Nationale Sicherheitsberatin des Präsidenten ist eine der mächtigsten Frauen in den USA – wenn nicht weltweit. Die schwarze Politikprofessorin hat das absolute Vertrauen des Präsidenten, der bei praktisch jeder außenpolitischen Entscheidung ihren Rat einholt. Politikbeobachter halten sie für seine wichtigste Beraterin. Ähnlich wie Richard Cheney und Donald Rumsfeld gehört "Condi", wie sie auch genannt wird, dem konservativen Flügel an. Sie hat nach Medienberichten aber die gemäßigtere Linie Colin Powells im Irak-Konflikt verfolgt.

Richard Cheney: Der 62-jährige Vize-Präsident diente in den verschiedensten Funktionen bereits vier Präsidenten und verdiente zwischendurch ein Millionen-Vermögen in der freien Wirtschaft. Als Verteidigungsminister unter dem Vater des jetzigen Präsidenten hat er den Golfkrieg 1991 geführt. Der konservative Politiker tritt schon lange für den Sturz Saddam Husseins auch im Alleingang ein.

Colin Powell in News Sunday

Colin Powell

Colin Powell: Der fast 67-jährige Außenminister hat eine 35-jährige Militärerfahrung. Während des Golfkriegs 1991 war er Generalstabschef. Trotz seiner militärischen Vergangenheit ist Powell unter den so genannten Falken - den Kriegsbefürwortern - in Bushs engstem Kreis die "Taube": Lange Zeit hielt er die Möglichkeit einer friedlichen Lösung des Konflikts im Gespräch. Immer wieder hatte er energisch dafür plädiert, dass die USA sich vor einem Waffengang die Zustimmung der Vereinten Nationen holen.

Donald Rumsfeld: Der 70-jährige Verteidigungsminister gibt sich direkt und charmant. Hinter seinem ironischen Lächeln verbirgt sich ein erzkonservativer Politiker, der oft wenig Verständnis für diplomatischen Feinheiten zeigt. Seine Äußerung über das "alte Europa" sorgte bei europäischen Politikern für Empörung . Rumsfeld war schon einmal unter dem republikanischen Präsidenten Gerald Ford Pentagon-Chef.

George Tenet

George Tenet

George Tenet: Der Chef des Geheimdienstes CIA (Central Intelligence Agency) gehört seit den Anschlägen vom 11. September 2001 zu den täglichen Besuchern im Weißen Haus. Jeden Morgen informiert er Bush über die Sicherheitslage in aller Welt. Tenet ist bekannt dafür, dass er auch eine abweichende Meinung vertritt. So sagte er noch im vergangenen Herbst, der Irak stelle für die USA keine offensive Gefahr dar. Es bestehe eher die Gefahr, dass ein Krieg gegen den Irak zu neuen Terroranschlägen führe. Der Sohn griechischer Einwanderer wurde noch unter dem US-Präsidenten Bill Clinton 1997 Chef des CIA. (kap)

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