1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Resonanz

Der Evaluationsbericht

Die Deutsche Welle hat ihren Evaluationsbericht 2010 bis 2013 veröffentlicht. Zuvor hatte der damalige Intendant Erik Bettermann ihn dem Bundestag, der Bundesregierung und dem Bundesrechnungshof zugeleitet.

Evaluationsbericht für den Zeitraum 2010 bis 2013

Evaluationsbericht für den Zeitraum 2010 bis 2013

Nach dem DW-Gesetz muss der Sender seine Angebote und ihre Wirkung für den vier Jahre umfassenden Zeitraum der Aufgabenplanung fortlaufend bewerten. Bettermann: „Für die DW ist die Evaluation ihrer Aktivitäten und Angebote darüber hinaus zentraler Aspekt ihres Selbstverständnisses. Ein interner Evaluationsprozess ist Teil der strategischen Angebotsentwicklung. Denn nur durch eine solche kontinuierliche Überprüfung und Verbesserung kann die DW ihre Ziele erreichen – insbesondere vor dem Hintergrund dynamischer Medienmärkte und sich verändernder Nutzungsgewohnheiten.“

Die Evaluation der journalistischen Angebote und Aktivitäten der DW zeige, dass mit den begonnenen Programm- und Strukturreformen „die Weichen rechtzeitig gestellt“ wurden, so der Intendant.

Programm- und Strukturreform erhöhen Nutzung

Die Neuausrichtung der Programme hat die Erwartungen erfüllt: Die linearen TV-Kanäle sind sprachlich regionalisierter und in ihrer neuen Form deutlich attraktiver, wie gestiegene Reichweiten und wachsendes Interesse von TV-Partnern zeigen. Durch die verstärkte inhaltliche Regionalisierung konnte die Relevanz der Inhalte gesteigert werden, wie beispielsweise mit den TV-Sendungen Shababtalk (Ägypten), Manthan (Indien), Futurando (Brasilien), Geofaktor (Russland) und Europamagazinen für die Länder Mittel- und Südosteuropas.

Mit der Strukturreform ist es der DW gelungen, die Trennung zwischen den Medien aufzuheben und eine trimediale Planung und Realisation der Inhalte zu ermöglichen. Mehr als tausend DW-Mitarbeiter haben 2012 an Trainingsmaßnahmen der Aus- und Fortbildung teilgenommen und wurden so auf die Verzahnung von Online-, Fernseh- und Hörfunkjournalismus vorbereitet.

101 Millionen Nutzer wöchentlich

Die Evaluation belegt, dass die Angebote der DW die im DW-Gesetz verankerten Wirkungsziele erfüllen. Wer DW-Angebote nutzt, zeichnet sich durch ein vertieftes Demokratieverständnis aus. Insgesamt gelingt der Nachweis, dass die DW wesentlich zur Reputation Deutschlands in der Welt beiträgt.

Durch ihre Neuausrichtung und die kontinuierliche Verbesserung der Inhalte im Rahmen der strategischen Angebotsentwicklung erreicht die DW ihr Publikum besser denn je: Weltweit nutzten im Jahr 2012 wöchentlich 101 Millionen Menschen die TV-, Radio- und Online-Angebote der DW, vor allem in englischer und arabischer Sprache sowie in afrikanischen Regionalsprachen– 15 Millionen mehr als noch im Jahr 2009. Die meisten Nutzer erreicht die DW nach wie vor auf dem afrikanischen Kontinent.

Die aktuelle Evaluation knüpft an die Systematik des ersten Berichts von 2010 an. Die Ergebnisse fließen in den Entwurf der Aufgabenplanung ein.

Steigende Reichweite mit Partnern

Die afrikanischen Regionalsprachen konnten ihre traditionell hohe Reichweite teilweise noch steigern. So erreicht die DW mit ihrem Haussa-Angebot inzwischen wöchentlich 37 Prozent der Informationssuchenden in Nigeria (2008: 26 Prozent). In Tansania ist die DW mit 36 Prozent wöchentlicher Reichweite des Kisuaheli-Angebots Marktführer unter den internationalen Informationsanbietern.

Die arabische TV-Talkshow Shababtalk verfolgen pro Ausstrahlung bis zu 19 Prozent der DW-Zielgruppe in Ägypten. Auch insgesamt stieg die Nutzung der arabischsprachigen Fernsehangebote: Lag diese im Jahr 2009 noch unterhalb der Nachweisbarkeitsgrenze, erreichte die DW 2012 über reichweitenstarke Partner bereits fünf Prozent der Informationssuchenden in Ägypten und zwei Prozent in Marokko, hier ausschließlich über den linearen TV-Kanal der DW.

In Afghanistan wuchs 2012 über neue UKW-Partnerschaften die Nutzung der Radioprogramme in Dari und Paschtu um 26 Prozentpunkte gegenüber 2009 auf wöchentlich 36 Prozent. In Indien verfolgten 2012 pro Ausstrahlung 1,7 Millionen Zuschauer das regionalisierte Wissenschaftsmagazin Manthan.

Auch in Lateinamerika verzeichnet die DW eine steigende Reichweite ihres Fernsehprogramms: So stieg die Nutzung in Mexiko von zwei Prozent im Jahr 2009 auf sechs Prozent wöchentliche Reichweite im Jahr 2012 an.

Hohe journalistische Qualität

Mit ihrem englischsprachigen TV-Angebot konnte die DW ihre Nutzung auch in Nordamerika deutlich steigern: Das USA-weite Netz der Public Broadcasting Stations (PBS) übernimmt nach der Programmprofilierung mehr DW-Inhalte – entsprechend stieg die wöchentliche Reichweite in den USA auf vier Prozent.

Auch das Online-Angebot der DW wird stärker genutzt denn je: Wöchentlich erreicht die DW hier rund vier Millionen Besucher weltweit. Besonders erfolgreich ist die Farsi-Webseite mit mehr als 15 Millionen Seitenaufrufen pro Monat – 15 Mal so viele monatliche Abrufe wie 2009.

Den DW-Angeboten wird erneut hohe journalistische Qualität bescheinigt: Über alle Medien hinweg gelingt es, ausgewogen und in angemessener Tiefe zu berichten, sodass das Angebot insgesamt als glaubwürdig wahrgenommen wird.

WWW-Links

Downloads