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Wirtschaft

Der Euro hat die Deutschen erreicht

Zwei Wochen vor dem Start in das Zeitalter des Euro haben sich die Deutschen mit den ersten Münzen der Gemeinschaftswährung versorgt. Auch die Bürger in Griechenland und Portugal konnten ihre Starter-Kits abholen.

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Der Euro-Gong vor der Frankfurter Börse

Die Deutschen haben sich gleich am Montag (17.12.2001) millionenfach mit Euro und Cent eingedeckt und dabei innerhalb weniger Stunden die Hälfte aller Starter Kits aufgekauft. In ganz Deutschland meldeten die Geldinstitute laut dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) eine sehr hohe Nachfrage. Nach den Rückmeldungen aus den einzelnen Instituten hatten allein die Sparkassen mehr als 50 Prozent ihrer Starter Kits verkauft. In zahlreichen Städten standen Neugierige schon zur Banken-Öffnung Schlange, um für 20 Mark die Startpakete mit Euro-Münzen im Gegenwert von 10,23 Euro zu erwerben. Großen Andrang gab es auch zur Mittagszeit. In Baden-Württemberg war die Nachfrage etwas schwächer als erwartet. Im Rheinland und Bayern sowie in der Hauptstadt Berlin hätten die Verbraucher dagegen die Starter Kits stark nachgefragt.

Bereits in der Nacht begann der Verkauf

In Berlin und Leipzig drängelten sich die Menschen ebenso um den Euro wie in Frankfurt, Köln und München. Die Frankfurter Sparkasse verkaufte bereits in der Nacht rund 7000 Euro-Starter-Kits und damit deutlich mehr als erwartet. Die Dresdner Bank, die in der Bankenmetropole ebenfalls einen nächtlichen Sonderverkauf organisiert hatte, brachte 2000 Startpakete unters Volk. Die Sparkassen geben die Hälfte aller Euro-Münzen aus. Volks- und Raiffeisenbanken sollen ein Viertel des Geldes verteilen, gut 20 Prozent sollen über die Privatbanken und die Postbank-Schalter gehen.

Auch Griechen und Portugiesen konnten am Montag erstmals die neuen Geldstücke erwerben. Zusammen mit den Deutschen waren sie die letzten EU-Bürger, die in der Europäischen Union mit den neuen Münzen versorgt wurden. Ab dem 1. Januar gibt es an Geldautomaten und in einigen Banken auch die ersten Euro-Geldscheine. Im Handel kann noch bis Ende Februar 2002 mit Mark und Pfennig bezahlt werden; danach kann jeder das alte Geld unbegrenzt bei der Bundesbank und den Landeszentralbanken umtauschen.

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