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Deutschlehrer-Info

Der Erste Weltkrieg im Deutschunterricht

Im Juli 2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Hier finden Sie einige Tipps dazu, wie Sie dieses wichtige historische Ereignis in Ihren Landeskunde-Unterricht einbinden können.

Geschichte zu vermitteln, ist schon im Geschichtsunterricht nicht einfach, da vielen Schülern meist der Bezug zur Gegenwart fehlt. Dennoch gehört es auch zur Landeskunde im Sprachunterricht, für ein Land wichtige Ereignisse zumindest schlaglichtartig zu behandeln. Anlässlich der hundertsten Jährung des Ersten Weltkrieges haben wir hier einige interessante Projekte und Materialien im Netz zusammengetragen, die Sie in Ihrem Unterricht einsetzen können.

Eine Chronologie des Kriegs (B1-B2)

Der Fernsehsender ARTE hat eine interaktive Zeitleiste zum Ersten Weltkrieg erstellt, auf der Sie Originalaufnahmen und Musik aus der Zeit hören und sich über die einzelnen Ereignisse informieren können. Manuskripte zu den Audios erleichtern das Verstehen der Informationen. Darüber hinaus gibt es eine Chronologie des Krieges als Text.

Unser Tipp: Vergeben Sie zur Einführung in das Thema Kurzreferate zu einzelnen Ereignissen im Kriegsverlauf. Die Schüler sollen sich anhand der Chronologie und der interaktiven Zeitleiste in das Thema einarbeiten. Lassen Sie Ihre Schüler die Referate in chronologischer Reihenfolge im Plenum halten.

http://www.arte.tv/de/interaktive-zeitleiste/1346128.html

http://www.arte.tv/de/chronologie/1346324,CmC=1346124.html

Ein Archiv aus Erinnerungen (B1-B2)

Die Initiative Europeana 1914-1918 bietet eine Plattform für Menschen aus aller Welt, die private Erinnerungsstücke, seien es Briefe, Tagebücher oder Fotografien, aus der Zeit des Ersten Weltkrieges der Öffentlichkeit zugänglich machen wollen.

Unser Tipp: Unter dem Navigationspunkt „Erkunden“ können Sie im Archiv Ihre Schüler stöbern oder gezielt nach Materialien suchen lassen. Die Materialien sind nach Dokumentart (etwa Postkarte oder Filme), nach Themen (z. B. Frauen, Propaganda o. Ä.) und Schauplätzen (Luftkrieg, Heimatfront usw.) kategorisiert. Im Bereich „Fotos“ finden Sie zahlreiche Bilder, über die Sie im Unterricht sprechen können: Wie sahen die Menschen damals aus? Wie war das Männerbild zu der Zeit, wie das Frauenbild, wie sah eine Familie aus? Lassen Sie Ihre Schüler z. B. Geschichten zu ausgewählten Fotos erfinden oder Tagebucheinträge schreiben.

http://www.europeana1914-1918.eu/de

Wir empfehlen außerdem den Artikel „Großvater und der Erste Weltkrieg“. Im dazugehörigen Video können Sie sich über das Projekt informieren.

http://www.dw.de/großvater-und-der-erste-weltkrieg/a-17398786

Junge Menschen im Jahr 1914 (B2-C2)

Im Projekt „Mit 17 … Das Jahrhundert der Jugend“ der Deutschen Welle werden die Lebensgeschichten von jungen Deutschen in unterschiedlichen historisch bedeutsamen Zeitabschnitten erzählt (1914, 1945, 1961, 1968, 1989 und 2014). Die Idee: Wie das Land mit seiner Jugend umgeht, ist ein Gradmesser für Freiheit und Demokratie. Wie der Umgang mit der Jugend zur jeweiligen Zeit war, wird anhand von aufwändig produzierten Videos, Artikeln und Bildergalerien nachvollzogen.

Unser Tipp: Exemplarisch für das Leben vieler junger Menschen in Deutschland im Jahr 1914 werden die Geschichten von Erich Krems und Helene Mirsch erzählt. Erich Krems verliert seinen gerade mal 18-jährigen Freund im Krieg, er selbst fällt ebenfalls 1916. Helene ist 17 und verliebt. Als der Krieg anfängt, geht Helene als Krankenschwester an die Westfront. In ihren Tagebüchern, die sie viele Jahre später veröffentlicht, hält sie die Grauen des Krieges fest.

Schauen Sie sich mit Ihren Schülern mindestens eines der Videos an. Sprechen Sie über die Eindrücke und Gefühle der Schüler. Wo sehen die Schüler Gemeinsamkeiten mit der heutigen Zeit, inwiefern können sie sich mit den Jugendlichen von damals identifizieren?

http://www.dw.de/themen/mit-17-das-jahrhundert-der-jugend/s-101112

Wir empfehlen außerdem den Artikel „1914: Mit Hurra in den Krieg“ über die Jugend im Ersten Weltkrieg:

http://www.dw.de/1914-mit-hurra-in-den-krieg/a-17684627

Krieg und Kunst (C1-C2)

Das Goethe-Institut widmet sich in mehreren Artikeln ihrer Kulturzeitschrift „Frikrun wa Fann“ dem Ersten Weltkrieg.

Unser Tipp: Besonders kunstinteressierte Lerner können in dem Artikel „Die Avantgarden und der Krieg“ viel über die Strömungen und Umbrüche in der Kunstszene Deutschlands erfahren. Nutzen Sie den Artikel als Grundlage, um über Kunstwerke, die zur Zeit des Ersten Weltkrieges entstanden sind, zu sprechen. Unsere Vorschläge: Max Beckmann „Kriegserklärung“, Paul Klee „Ansicht der schwer bedrohten Stadt Pinz“, Erich Heckel „Zwei Verwundete“, Otto Dix „Der Krieg“. Von Bildbeschreibungen und Analysen bis hin zu Diskussionen bieten diese Kunstwerke viele Einsatzmöglichkeiten im Unterricht.

http://www.goethe.de/ges/phi/prj/ffs/the/a100/deindex.htm

Bildanalyse als Video: Auf der Seite der Bundeskunsthalle Bonn finden Sie ein Video, in dem ein Bild von Max Backmann analysiert und erklärt wird.

http://www.bundeskunsthalle.de/ausstellungen/1914-die-avantgarden-im-kampf.html

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