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Politik

"Der erste Fehler des Jahrhunderts"

Die Kommentare der arabischen Zeitungen beschäftigen sich am Sonntag (16.3.03) mit dem drohenden Irak-Krieg und den Friedensdemonstrationen in zahlreichen Ländern der Welt.

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Die regierungsnahe Zeitung "Akhbar Al-Khalig" aus Bahrain schreibt, die USA könnten Krieg gegen den Irak zwar militärisch gewinnen, doch werde sich auch das letztlich in eine Niederlage verwandeln: "Die USA werden verlieren - egal, ob sie mit einer von der UN gekauften Legitimation in den Krieg ziehen oder sich für einen militärischen Alleingang entscheiden. Die Welt wird nicht zur Ruhe kommen, selbst wenn die USA, Großbritannien und Israel ihre Ziele erreichen sollten. Die Präsidenten dieser drei Länder - die die wahre ‚Achse des Bösen' bilden - werden von ihrem Thron stürzen,
allen voran Bush und Blair."

Die regierungsnahe palästinensische Zeitung "Al-Quds" sieht nur zwei Möglichkeiten, wie man die USA an einem Krieg hindern kann, und zwar: "Entweder Ägypten und Syrien erklären, dass sie dem Irak bei der Verteidigung seines Landes und seines Volkes gegen die USA militärisch beistehen. Oder die arabischen Klein-Staaten, in denen
amerikanische Truppen stationiert sind, verbieten den USA, diese Stützpunkte für Angriffe gegen den Irak zu nutzen."

Dass der Krieg noch verhindert werden muss, meint auch die
regierungsnahe Zeitung "Al-Watan" aus Katar. Wenn die USA tatsächlich Krieg gegen den Irak begännen, sei das "der erste Fehler des Jahrhunderts". Das Blatt schreibt weiter: "Die Demonstrationen, die am Samstag (15.3.03) weltweit stattgefunden haben, sind ein deutliches Signal, wie groß der internationale Widerstand gegen den drohenden Irak-Krieg ist. Diese Menschen versuchen, die USA, die bereits den Finger am Abzug haben, doch noch in letzter Minute davon abzubringen. Denn die Menschen wissen genau, dass dieser Krieg überflüssig ist."

Die oppositionelle ägyptische Zeitung "Al-Wafd" beschäftigt sich mit der neuen konventionellen Bombe, die die USA diese Woche getestet haben, um sie während eines Irak-Kriegs einsetzen zu können:

"Die USA freuen sich über ihre neue Bombe, als gäbe es nicht genug Waffen, um den Irak zu vernichten! Die Amerikaner preisen diese Bombe, als wäre sie ein Mittel, um Brot und Süßigkeiten zu verteilen - und nicht, um zu töten und zu vernichten."

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  • Datum 16.03.2003
  • Autorin/Autor Ahmed Farouk
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