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Fußball

Der erste echte Prüfstein für die Bayern

Am zweiten Spieltag empfängt Bayern München den englischen Tabellenzweiten Manchester City. Bayer Leverkusen hat KRC Genk aus Belgien zu Gast, der Deutsche Meister kämpft bei Olympique Marseille um Punkte.

Jubelnde Bayern-Fans im Stadion (Bild: dapd)

Fußball-Deutschland fragt sich angesichts der Dominanz des FC Bayern in der Bundesliga: Wie stark sind die Münchner wirklich? Manchester City könnte an diesem Dienstag (27.09.2011) diese Frage beantworten. Das millionenschwere Team spielt derzeit in England eine ähnliche Rolle wie die Bayern in Deutschland. Das weiß auch Bayern-Trainer Jupp Heynckes: "Es ist eine absolute europäische Spitzenmannschaft, wie sie sich im Moment darstellt. Und das ist natürlich für uns eine riesige Herausforderung", sagt der 66-Jährige, der in den wenigen Wochen seiner dritten Amtszeit Erstaunliches geleistet hat. Ihm ist es gelungen, den zweifellos herausragenden Einzelkönnern ihre Spielfreude, aber auch den Teamgeist zurückzugeben.

Der Münchener Trainer Jupp Heynckes gestikuliert beim Spiel FC Schalke 04 - FC Bayern München am 18.09.2011 an der Seitenlinie (Bild: dpa)

Hat seine Stars im Griff - und gibt ihnen vor allem die Freude am Fußball zurück: Jupp Heynckes

Der Informant in der Abwehrreihe

Wie groß die Herausforderung Manchester ist, kann auf Bayern-Seite wohl am besten Jerome Boateng beurteilen. Der Nationalspieler war bis zum Sommer bei den Citizens unter Vertrag, konnte sich aber nicht entscheidend durchsetzten. Nun wird er als Innenverteidiger sein Insider-Wissen gegen die ehemaligen Kollegen verwenden: "In den letzten Spielen hat man schon gesehen, dass die Offensive sehr stark spielt und schon gut zusammenspielt", warnt Boateng, "was Dzeko für ein guter Stürmer ist, kennen wir noch aus der Bundesliga, Agüero ist auch gut drauf. Es geht darum, dass wir als ganzes Team gut dagegenhalten und unsere Stärken ins Spiel einbringen."

Neuer hofft auf Arbeit

Edin Dzeko hält das Trikot von Manchester City in die Kameras

Edin Dzeko will das Bayern-Bollwerk knacken

Beim 2:0 im ersten Gruppenspiel in Villarreal überzeugten die Bayern in allen Mannschaftsteilen. Allein Torhüter-Neuzugang Manuel Neuer durfte sich bislang in dieser Saison noch kaum beweisen. Zu gut ist die neuformierte Abwehr vor ihm. Aber gegen Manchester erwartet er endlich die Gelegenheit sich auszuzeichnen: "Manchester City ist natürlich ein Knaller, das wissen wir", schwärmt er und fügt an: "und ich gehe davon aus, dass sie auch mich fordern werden".

Völler: "Genk ist nicht Bayern"

Gegen Bayer Leverkusen, am vergangenen Samstag, durfte Neuer immerhin schon drei kleinere Chancen zunichte machen. Ansonsten war Leverkusen erschreckend harmlos für einen deutschen Vizemeister. Für Sportdirektor Rudi Völler ist das vor dem Heimspiel am Mittwoch gegen Genk aber kein Problem: "Lasst uns doch nicht um den heißen Brei herumreden. Bayern ist das Niveau von Barcelona und Real Madrid. Wenn du da 0:2 hinten liegst, dann wird es natürlich schwierig." Mit 0:2 hatte Leverkusen auch schon sein erstes Gruppenspiel beim FC Chelsea verloren. Wenn man überhaupt eine Chance auf das Weiterkommen haben möchte, ist ein Sieg absolute Pflicht. "Da müssen wir gewinnen, um die ersten drei Punkte einzufahren. Das ist der belgische Meister, das ist ein gutes Niveau", so Weltmeister Völler, "aber trotzdem: es ist nicht Bayern München".

Mit der Champions League die Bundesliga vergessen machen

UEFA Champions League, Gruppenphase, 1. Spieltag, Gruppe F, Borussia Dortmund - FC Arsenal: Dortmunds Ivan Perisic erzielt den Treffer zum 1:1, während Arsenals Torwart Wojciech Szczesny dem Ball hinterher sieht (Bild: dapd)

Perisics Tor gegen Arsenal sollen weitere in Marseille folgen

Das Bayern München der Vorsaison heißt Borussia Dortmund. Der Deutsche Meister hatte da national ähnlich begeisternden Fußball gespielt. Aber momentan ist nicht mehr viel übrig von der Galaform. Drei Niederlagen schon in der Bundesliga, Rang acht. Und in der Champions League zu Hause nur 1:1 gegen den FC Arsenal. Nun heißt der Gegner Olympique Marseille - und Trainer Jürgen Klopp nimmt seine Mannschaft in die Pflicht: "Um weiterzukommen, müsste man auch mal einen Auswärtssieg landen. Ob das jetzt in Marseille sein wird, werden wir sehen. In der Champions League ist der Druck für uns nicht annähernd so groß wie in der Bundesliga. Dementsprechend gehe ich davon aus, dass die Mannschaft befreit aufspielt und ein bisschen Spaß an dem Spiel gewinnt." In der Bundesliga, immerhin, war zuletzt ein leichter Aufwärtstrend zu spüren: ein 2:1 in letzter Minute gegen Mainz 05.

Autor: Tobias Oelmaier
Redaktion: Christian Walz

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