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Wissen & Umwelt

Der einsame Tod der Ameisen

Ameise der Art Myrmecia (Foto: dpa)

Kranke Ameisen verlassen kurz vor dem Tod ihr Nest und sterben in Einsamkeit. Das haben Biologen der Universität Regensburg bei Untersuchungen bei einer Population der Einbindigen Schmalbrustameise (Temnothorax unifasciatus) nachweisen können. Die Ameisenart kommt meist in warmen Lagen trockener Nadelwälder vor, wo die Tiere in relativ kleinen Kolonien leben. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die sozialen Tiere durch ihr selbstloses Verhalten verhindern wollen, dass sich ihre Artgenossen ebenfalls anstecken. Das einsame Sterben dient also der Arterhaltung.

Ähnliche Beobachtungen gebe es auch bei anderen Tieren wie Elefanten und Löwen, teilten die Forscher mit. Bislang aber fehlten größere quantitative Analysen für einzelne Arten. Ein Nachweis für das besondere Verhalten sei nun im Fall der Ameisen gelungen. Demnach isolieren sich die kranken Ameisen-Arbeiterinnen und verlassen den Bau aus eigenem Antrieb und nicht etwa, weil die anderen, gesunden Ameisen sie dazu drängen.

Autor: Andreas Ziemons
Redaktion: Judith Hartl